Éric Perrot ist auf dem Biathlon-Thron angekommen. Der Franzose freut sich über die Große Kristallkugel. Dass einer seiner größten Konkurrenten die Saison vorzeitig abbrechen musste, bedauert der frischgebackene Gesamtweltcupsieger.
Perrot setzte sich im Biathlon-Gesamtweltcup mit 1263 Punkten letztlich klar vor den Norwegern Sturla Holm Laegreid (984) und Johan-Olav Botn (968) durch.
Lange mischte in diesem Winter auch der Italiener Tommaso Giacomel ganz vorne mit. Der 25-Jährige musste die Saison aufgrund einer Herz-OP nach Olympia jedoch vorzeitig abbrechen.
"Das war sehr traurig als ich mit ihm gesprochen habe und er mir gesagt hat, dass die Saison für ihn vorbei ist. Das habe ich nicht kommen sehen", sagte Perrot im Interview mit dem internationalen Biathlonverband IBU.
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Es habe "eine Weile gedauert bis ich das begriffen und akzeptierte hatte. Dann habe ich mir gesagt: 'Gut, dann wird der Kampf um die Kristallkugel in diesem Jahr eben einer mit mir selbst'", führte der 24-Jährige aus.
Perrot in einer Liste mit Biathlon-Legenden
Mit dem Gewinn der Großen Kristallkugel ist für Perrot ein Traun in Erfüllung gegangen. "Mir bedeutet das so viel. Es ist völlig verrückt. Ich finde gar nicht die richtigen Worte. Es ist so eine große Sache, darauf arbeite ich hin, seitdem ich bei meinem Verein in Frankreich mit Biathlon angefangen habe", schilderte der neue Biathlon-König.
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Perrot steht nun in einer prominenten Liste. "Ich habe Johannes Bö laufen sehen und bin gegen Martin Fourcade und Quentin Fillon Maillet angetreten. Es ist für mich also noch schwer zu begreifen, dass ich jetzt Teil dieser Familie bin, einer der großen Namen, und den Gesamtsieg geholt habe. Es ist einfach der helle Wahnsinn, aber ich werde es genießen", meinte der französische Skijäger.
In der Vorsaison hatte Perrot den Gesamtweltcup hinter Laegreid und Bö auf dem dritten Rang beendet.


