Während Max Verstappen die neuen Formel-1-Regeln bei jeder Gelegenheit scharf kritisiert, ist Lewis Hamilton voll des Lobes. RTL-Experte Günther Steiner wittert einen Machtkampf der Superstars.
"Ich bin mir sicher, dass beide versuchen, Stimmung zu machen", sagte der ehemalige Formel-1-Teamchef gegenüber "Sport Bild".
Steiner ist davon keineswegs überrascht. Wer aktuell erfolgreich sei in der Königsklasse des Motorsports, der habe naturgemäß kein Interesse an Anpassungen des Regelwerks, wer hinterherfährt hingegen schon.
"Hamilton ist dieses Jahr in einer deutlich besseren Situation und hat ein konkurrenzfähiges Auto, deshalb ist er zufrieden. Wenn Verstappen wieder ganz vorn fährt, wird er die Regeln vermutlich auch anders bewerten", sagte Steiner.
Dass die FIA sich nun unter Druck setzen lässt und in Sachen Regel-Revolution zurückrudert, glaubt der Formel-1-Insider nicht. "Natürlich hört man den Fahrern zu, aber am Ende entscheiden FIA und die Teams gemeinsam über das Reglement, nicht die Fahrer", betonte der 60-Jährige.
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Verstappen hatte die neue Formel 1 zuletzt mehrfach mit dem Videospiel Mario Kart verglichen.
Das aktuelle Fahrgefühl sei "schrecklich", polterte der 28 Jahre alte Niederländer. "Wenn jemand das mag, dann weiß er nicht, worum es beim Rennsport geht."
Verstappen kritisierte weiter: ""Das ist kein Racing. Du ziehst mit Boost vorbei, dann geht dir auf der nächsten Geraden die Batterie aus, und der andere zieht wieder vorbei. Für mich ist das ein Witz."
Hamilton, der sich nach einem desaströsen Debüt-Jahr mit Ferrari in der neuen Formel-1-Saison im Aufwind befindet, sieht das ganz anders.
"Es fühlt sich an wie beim Kartfahren - ein ständiges Hin und Her. Ich glaube, es ist das beste Racing, das ich je in der Formel 1 erlebt habe", schwärmte der Brite zuletzt.





