Lou Jeanmonnot ist die neue Biathlon-Königin. Nicht nur die frischgebackene Gesamtweltcupsiegerin erhält nach dem Saisonfinale in Oslo viel Lob, auch Vorgängerin Franziska Preuß erhält Anerkennung.
Jeanmonnot ist nach ihren zweiten Plätzen in 2023/24 und 2024/25 in diesem Winter an der Biathlon-Spitze angekommen. Mit 177 Punkten Vorsprung auf die Schwedin Hanna Öberg holte die 27-Jährige erstmals in ihrer Karriere die Große Kristallkugel.
Bereits in der Vorsaison hatte die Französin am wichtigsten Biathlon-Pokal geschnuppert. In einem dramatischen Saisonfinale musste sich Jeanmonnot damals allerdings Preuß geschlagen geben.
"Nach diesem Rückschlag hat sie sich wieder gefangen, ist zurück ins Training gegangen und hat die gesamte Saison über, inklusive der Olympischen Winterspiele, konstant gute Leistungen gezeigt", zollte die ehemalige Biathletin Marie-Laure Brunet ihrer Landsfrau in einer Kolumne für das "Nordic Magazine" Respekt.
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"Wenn man gemütlich auf dem Sofa sitzt und fernsieht, kann man sich kaum vorstellen, wie viel Energie und Aufwand dahinter stecken, insbesondere in der Vorbereitung", meinte die Mixed-Staffel-Weltmeisterin von 2009.
Im Biathlon entstehen "echte Freundschaften"
Nach dem abschließenden Massenstart in Oslo erhielt Jeanmonnot die Große Kristallkugel von Preuß.
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Die Geste sei "großartig" gewesen, befand Brunet. "Darum geht es auch im Biathlon. Ja, es ist ein Wettkampf auf Skiern, aber daneben entstehen auch echte und schöne Freundschaften zwischen den Nationen", so die 37-Jährige weiter.
"Normalerweise sind es IBU-Mitglieder, die die Trophäen überreichen, was ja auch Sinn macht, aber es ist noch viel bedeutungsvoller, wenn es jemand ist, den man bewundert, respektiert und mit dem man befreundet ist, mit dem man eine gemeinsame Geschichte verbindet. Es war perfekt, so wie es war. Es ist eine wunderschöne Geschichte", hatte Jeanmonnot zuvor ebenfalls gegenüber dem "Nordic Magazine" geschwärmt.




