Innerhalb weniger Wochen ist das Milliarden-Projekt Aston Martin zur großen Lachnummer der Formel 1 geworden. Eine Hauptrolle spielt dabei auch Design-Guru Adrian Newey. Helmut Marko weiß: Die aktuelle Situation nagt gewaltig an seinem langjährigen Wegbegleiter.
Pleiten, Pech und Pannen dominieren bei Aston Martin in den ersten Wochen des Formel-1-Jahres 2026. Der britische Rennstall ist längst zur Lachnummer der Königsklasse geworden - obwohl die leitenden Posten mit absoluten Top-Leuten besetzt sind.
Einer von diesen ist Adrian Newey. Der Star-Ingenieur ist unfreiwillig zum Gesicht der Krise geworden. Wie Helmut Marko gegenüber "oe24" verriet, hat das beim künftigen Ex-Teamchef Spuren hinterlassen.
Marko: Aston-Martin-Probleme "nicht schnell zu lösen"
"Mit ihm hatte ich Kontakt", berichtete Marko von einem Austausch mit Newey. "Es geht ihm nicht gut", so der ehemalige Red-Bull-Verantwortliche, der über viele Jahre ein erfolgreiches Gespann mit Newey bildete.
Weitere Details plauderte Marko zwar nicht aus, allerdings ist auch er davon überzeugt, dass ein Ende der Aston-Martin-Krise noch nicht abzusehen ist. "Bei diesem Projekt gibt's Probleme, die nicht so schnell zu lösen sein werden", sagte der Grazer.
"Mein Formel-1-Aus ist in Kernöl gegossen"
Ganz anders sieht es da schon bei Mercedes aus. Bei den Silberpfeilen ist alles in Butter, der Weg zu einem bzw. beiden WM-Titeln scheint vorherbestimmt. "Mercedes ist eine Klasse für sich. Dabei zeigen die noch nicht einmal alles", staunt auch Marko, der sich im Fahrer-Duell ebenfalls festlegte: "Da spricht schon alles für Russell, der hat die Routine."
Und was ist mit Red Bull? Bei "seinem" Team hat Marko zumindest noch Hoffnung. "Red Bull ist bekannt dafür, dass sie rasch und effektiv aufholen können. So gesehen ist noch alles möglich", zeigte er sich optimistisch.
Marko selbst wird damit abgesehen vom Daumendrücken nicht mehr viel zu tun haben, wie er zudem klarstellte. "Mein Statement: Ich mache nichts mehr in der Formel 1, ist angekommen. Oder wie ich gesagt haben soll: Mein Formel-1-Aus ist in Kernöl gegossen", verriet er, dass sich bislang keiner bei ihm gemeldet hat, um ihn zu einer Rückkehr zu bewegen.




