Beim FC Schalke 04 gab es in den letzten Wochen im Aufstiegsrennen in der 2. Fußball-Bundesliga einen echten Gewinner, obwohl die Resultate nicht vollends zufriedenstellten: Eigengewächs Timo Becker. Der Ur-Schalker hat sich nach schwierigen Wochen eindrucksvoll zurückgemeldet und überzeugt wieder als Leistungsträger auf mehreren Ebenen.
Noch zu Jahresbeginn hatte Becker mit Formproblemen zu kämpfen, auch bedingt durch eine lange Verletzungspause in der Hinrunde und die ungewohnte Rolle auf der rechten Abwehrseite. "Nach der Verletzung war es nicht einfach", wurde er in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" dazu zitiert. Becker führte dazu weiter aus: "Man muss seine Fitness wiederfinden und den Rhythmus finden. Es braucht dieses Gefühl, das man nur in Spielen bekommen kann."
Doch genau dieses Gefühl scheint jetzt wieder da zu sein. In den Partien gegen Hannover 96 und den SV Darmstadt gehörte Becker zu den stärksten Schalkern. Er zeigte sich defensiv stabil, zweikampfstark und mit überraschenden Impulsen nach vorne. Als Rechtsverteidiger leitete er sogar alle drei Treffer der letzten beiden Spiele ein.
Auch intern sorgt seine Entwicklung für Begeisterung. Profifußball-Direktor Youri Mulder lobte zuletzt öffentlich: "Das freut mich total. Ich fand ihn sehr gut, doch auch schon in der zweiten Halbzeit gegen Bielefeld hat Timo sich gut ins Spiel gekämpft. Man sieht ihm seine gute Physis und den Rhythmus an. Ligaspiele sind das beste Training."
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Muslic: "Unterstützung, die Becker verdient"
Als entscheidender Faktor gilt dabei auch das Vertrauen von S04-Cheftrainer Miron Muslic. Trotz schwacher Auftritte hielt er an Becker fest und stärkte ihm demonstrativ den Rücken.
"Das ist die Unterstützung, die ein Spieler wie Timo Becker verdient. Er kommt aus einer langen Verletzung, ist gerade in einer Phase, in der er Rhythmus und Spiele braucht, um zu alter Stärke zu finden. Da kannst du einen Spieler nicht fallen lassen, das werden wir mit Timo Becker nicht machen", wurde Muslic über Becker in der "WAZ" zitiert.
Dieses Vertrauen zahlt sich nun aus. Becker selbst zeigte sich erleichtert: "Es waren jetzt zwei Spiele gegen super Gegner, in denen ich performt habe. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft wieder helfen konnte. Die Jungs können sich jetzt wieder auf mich verlassen."
































