Nach der Entlassung von Cheftrainer Lukas Kwasniok herrscht beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln weiter große Unruhe. Rund um das Trainerbeben in Köln-Müngersdorf und der Beförderung von René Wagner zum Interimstrainer hat nun Friedhelm Funkel gegenüber RTL/ntv und sport.de erneut in Aussicht gestellt, selbst noch mal auf die Trainerbank zurückkehren zu können.
Zur Trennung vom bisherigen Coach Lukas Kwasniok zeigte Friedhelm Funkel in dem exklusiven Interview mit RTL/ntv und sport.de durchaus Verständnis, auch wenn er Kwasniok inhaltlich verteidigt: "Man kann Lukas eigentlich gar nicht so viel vorwerfen. Gerade inhaltlich und was er mit der Mannschaft auf dem Platz gemacht hat. Die Mannschaft hat überwiegend, ich sag mal zu 80, 85 Prozent wirklich immer gute Spiele gemacht."
Dennoch sei die Bilanz entscheidend gewesen: "18 Spiele, zwei Siege nur – das ist einfach zu wenig, um aus dem Abstiegskampf rauszukommen", fügte der 72-Jährige hinzu. De facto rangiert der Effzeh aktuell nur auf Tabellenplatz 15 mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Für Funkel ist ohnehin klar, dass bei dem speziellen und emotionalen Umfeld in der Domstadt beileibe nicht jeder Trainertyp funktioniert: "In Köln darf man ja nicht zu viel Ruhe ausstrahlen. Dann sagt man: Ja, der schläft ja ein, der Trainer." Gleichzeitig warnte er vor zu viel Emotionalität: "Ich sage immer, weniger ist manchmal mehr."
Funkel schließt Rückkehr explizit nicht aus
Hoffnung setzt das Bundesliga-Urgestein nun auf Interimscoach René Wagner. Die Ausgangslage für den beförderten Linienchef der Kölner bewertete Funkel optimistisch: "Die Spiele, die der FC noch vor der Brust hat, stimmen mich total optimistisch, dass die hundertprozentig die Klasse halten." Dennoch bleibt die Aufgabe klar: "Sie müssen Spiele gewinnen."
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Besonders brisant: Immer wieder wurde Funkel selbst als möglicher Retter gehandelt. Doch dazu stellt er unmissverständlich klar: "Nein, es gab keinen Kontakt zum 1. FC Köln. Und es ist schon richtig so, wie sie sich jetzt entschieden haben."
Trotzdem schließt der Altmeister eine vierte Amtszeit als Coach beim 1. FC Köln oder auch anderswo explizit nicht aus: "Ich bin gesund, ich bin immer noch gerne im Stadion und würde, wenn es der Situation entspricht, wo ich mich mit identifizieren kann, nicht ausschließen, nochmal irgendwann auf die Trainerbank zurückzukehren."



























