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Trotz attraktiver Klausel

Enthüllt: Briten-Weltmeister kuschte vor Kabayel

Hat WBO-Weltmeister Fabio Wardley Bammel vor "Leberking" Agit Kabayel?
Hat WBO-Weltmeister Fabio Wardley Bammel vor "Leberking" Agit Kabayel?
Foto: © IMAGO/Dave Shopland/Shutterstock
23. März 2026, 13:35
sport.de
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Nicht nur Schwergewichts-König Oleksandr Usyk hat kein Interesse an einem Kampf gegen Deutschlands Boxstar Agit Kabayel. Auch WBO-Weltmeister Fabio Wardley will vom "Leberking" aus Bochum offenbar nichts wissen. Kabayel äußert via Social Media einen Vorwurf an die Adresse des Briten, sein Manager wird konkret.

Die vier WM-Gürtel im Schwergewicht sind wie folgt verteilt: Oleksandr Usyk hält die Titel von WBA, WBA und IBF, die WBO-Krone trägt der Engländer Fabio Wardley, nachdem Usky sie vergangenen November freiwillig niedergelegt hatte.

Agit Kabayel ist als Interims-Weltmeister des WBC Pflichtherausforderer von Usyk, hat aber ein Problem: Der Ukrainer zeigt bis dato keinerlei Interesse, legte jüngst einen Drei-Kämpfe-Plan bis zu seinem Karriereende vor, ohne den Namen Kabayel zu nennen.

Der Deutsche reagierte im Interview mit sport.de entsprechend verärgert.

Eine WM-Alternative hat Kabayel vorerst nicht. Laut des 33-Jährigen ist auch bei der WBO die Tür für ihn zu. "Wir haben oft versucht, diesen Kampf zu machen und jeder außer ihm wollte es machen", kritisierte Kabayel via Instagram WBO-Titelträger Wardley.

"Wir haben ihm angeboten, in England zu kämpfen, obwohl wir in Deutschland mehr Tickets verkaufen - er hat abgelehnt", führte der "Leberking" aus Wattenscheid fort: "Wir haben ihm eine Rematch-Klausel nur für ihn angeboten, falls ich gewinne, sodass er zwei Chancen hat - er hat immer noch nein gesagt." 

Kabayel war Schauplatz für Wardley-Kampf "scheißegal"

Kabayels Manager Lasse Krüger wurde im Youtube-Vlog des Schwergewichtlers noch etwas konkreter. Nach dem Sieg seines Boxers Anfang Januar in Oberhausen gegen den Polen Damian Knyba habe er schon damit gerechnet, dass Usyk womöglich nicht der nächste Gegner werde. Daraufhin habe man WBO-Champion Wardley ins Visier genommen, um doch einen WM-Kampf zu bekommen.

"Queensberry (die Firma von Promoter-Legende Frank Warren, bei der sowohl Wardley als auch Kabayel unter Vertrag stehen, Anm.d.Red.) wollte den Kampf auch unbedingt: Deutschland gegen England und Wardley verkauft selbst ja auch noch gar nicht so viele Tickets. Finanziell war das für die also interessant", erläuterte Krüger. 

Wardley habe aber abgelehnt und sich ein Duell mit dem englischen Box-Veteranen Derek Chisora gewünscht. Als sich dieser aber für einen Altstar-Clash gegen Deontay Wilder aus den USA entschied, habe man es nochmal beim WBO-Weltmeister versucht, berichtete Krüger. 

"Queensberry hat uns dann gefragt: 'Würdet ihr es auch in England machen?' Da habe ich direkt Agit angerufen, der hat gesagt: 'Ist doch scheißegal wo, wir können auch auf dem Mond kämpfen können, Hauptsache es geht um die WM.' Wir haben zugesagt. Dann kam der Rückruf, dass er wieder abgelehnt hat."

Kabayel habe sogar eine einseitige Rückkampf-Option zugunsten Wardleys akzeptiert: "Das hat Wardley immer noch abgelehnt und jetzt sitzt er auf der Pressekonferenz und sagt, er will nur die Besten kämpfen", spöttelte Krüger.

Video: Kabayel bereit für Usyk: "Sagt mir wo, ich komm!"

Agit Kabayel peilt nächsten Kampf für September an

Wardley verteidigt den WBO-Titel am 9. Mai in Manchester gegen Ex-IBF-Weltmeister Daniel Dubois. Auf letzteren ist Kabayel ebenfalls nicht sonderlich gut zu sprechen.

"Sie haben mir letztes einen Kampf in England (gegen Dubois, d.Red.) angeboten: Ich habe alle Konditionen innerhalb eines Tages akzeptiert, aber er hat dann Nein gesagt. Danach hat er live auf einer Bühne gesagt, dass er gegen mich kämpfen will. Wir haben alles andere gestoppt und dann macht er lieber Ferien", wetterte Kabayel via Instagram.

Krüger präzisierte: "Wir waren da mit Knyba schon zu 90 Prozent fertig, die Verträge waren da, die Halle war reserviert. Wir haben gesagt, wir stoppen alles, wir gehen wieder auf Dubois und wollen die größtmögliche sportliche Herausforderung. Haben alles gemacht, er hat wieder abgelehnt."

Kabayel kündigte indes in seinem Youtube-Vlog an, im September wieder in den Ring zu steigen. Zunächst wolle er abwarten, wie die Kämpfe seiner Konkurrenz ausgehen.

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