Darf man Tyson Fury Glauben schenken, dann ist sein vielbeachtetes Box-Comeback völlig spontan zustande gekommen und das Ergebnis von Sonnenstrahlen. Fury macht zudem keinen Hehl daraus, dass er seinen englischen Rivalen Anthony Joshua endlich vor die Fäuste bekommen will.
Am 11. April passiert, was Unkenrufer und Spötter schon direkt nach Tyson Furys verkündetem Karriereende Anfang 2025 prophezeit hatten: Der "Gypsy King" kehrt nach anderthalb Jahren Pause in den Ring zurück.
Im Tottenham Stadium von London trifft der 37-Jährige auf den Zwei-Meter-Russen Arslanbek Makhmudov. Laut Fury ist das Comeback das Ergebnis eines Thailand-Trips über Weihnachten.
"Es ist gut zurück zu sein", sagte der frühere Schwergewichts-Weltmeister bei "Sky Sports" und holte aus: "Ich kam mit meiner Familie nur für die Weihnachtsferien nach Thailand. Ich war immer noch zurückgetreten, als ich dorthin kam. Ich hatte keine Absicht, ein Comeback zu machen. Der Sonnenschein hat mich zurückgeholt."
Er habe sich beim Training mit Vitamin D "so gut" gefühlt, "da habe ich gedacht: Ich schlage hier einfach ein Trainingslager auf, trainiere und organisiere einen Kampf. Und das ist genau, was ich getan habe. Ich hatte keine Comeback-Absicht, als ich im Dezember kam, null, ich war glücklich in Rente. Und dann der Sonnenschein, ein bisschen Training - eins führte zum anderen und als nächstes habe ich einen fetten Vertrag unterschrieben."
Wardley/Dubois, Joshua? Große Stadionkämpfe für Fury in Sicht?
Furys Comeback wird am 11. April vom Streaming-Giganten "Netflix" übertragen.
Im Stadion von Premier-League-Klub Tottenham Hotspur hatte der 2,06-Meter-Riese Ende 2022 vor 60.000 Zuschauern den WBC-Titel gegen Landsmann Derek Chisora verteidigt. 2024 verlor Fury die Krone an Oleksandr Usyk.
"Nicht schlägt das (einen Stadionkampf, d.Red.)", sagte Fury: "Ich freue mich darauf, zurückzukommen und diese Atmosphäre aufzusaugen. Es gibt nichts Vergleichbares wie ein Stadion in England, um einen zum Laufen zu bringen."
Gewinnt Fury gegen Makhmudov überzeugend, warten womöglich noch größere Stadionkämpfe auf den Ex-Champion. Zum einen könnte er im Sommer im Wembley-Stadion gegen den Sieger des britischen Duells zwischen Fabio Wardley und Daniel Dubois um den WBO-Titel kämpfen und ein drittes Mal zu Weltmeister-Ehren gelangen.
Der noch größere Fight wäre aber zweifellos der Briten-Blockbuster gegen Superstar Anthony Joshua, der kürzlich schon als fix verkündet wurde, was AJ-Promoter Eddie Hearn sogleich dementierte.
"Natürlich" wolle er den Kampf, betonte Fury. "Es ist ein Kampf, der zu machen ist. Lasst ihn uns machen. Lasst mich Mahkmudov aus dem Weg räumen und dann läuft es."
