Philip Lindkvist-Flötten war einer der herausragenden Biathleten bei der Junioren-WM 2026. Ein Umstand, für den der 19-jährige Schwede mit einem Start beim Weltcup-Finale in Oslo belohnt wurde. Im Sprint kam der Youngster nach drei Fehlern zwar nicht über Rang 68 hinaus, das Talent von Lindkvist-Flötten ist aber unbestritten. Der Youngster hätte übrigens auch für Norwegen starten können, entschied sich aber bewusst für Schweden. Sein Trainer wählt in dieser Causa nun Worte, die man in Norwegen durchaus als Warnung verstehen kann.
"Es hat sich richtig angefühlt. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen", erklärte Biathlon-Talent Philip Lindkvist-Flötten von "NRK“, mit der Frage konfrontiert, warum er sich dazu entschieden hat, für Schweden an den Start zu gehen. Diese Entscheidung werde für den Rest seiner Karriere gelten. Der Youngster wuchs in Norwegen auf, seine Mutter ist allerdings Schwedin.
Schwedens Nationaltrainer Johannes Lukas hebt die Bedeutung der Entscheidung gegenüber dem norwegischen TV-Sender deutlich hervor und fügt hinzu, dass er glaubt, die Norweger könnten noch weitere Talente verlieren.
Seitenhieb aus Norwegen
"Man sollte sich eher fragen, warum jemand für Schweden und nicht für Norwegen antritt. Es gibt viele Menschen mit schwedischen Wurzeln, und die werden sehen, wie gut wir in den letzten Jahren zusammengearbeitet haben", erklärte Lukas und schob warnend nach: "Philip hat sich bewusst dafür entschieden, für Schweden anzutreten, und ich denke, es wird mehr Leute geben, die lieber für Schweden als für Norwegen antreten würden."
In Schweden sei man "stolz" darauf, dass man attraktiv genug sei, um Toptalente in die eigenen Reihen zu ziehen.
Einen kleinen Seitenhieb setzt es derweil aus dem norwegischen Team. "Möglicherweise benötigen die Schweden es dringender als wir", stichelte der norwegische Skijäger Isak Leknes Frey, der allerdings auch der Meinung ist, Lindkvist-Flöttens Wahl könnte ein "genialer Schachzug" sein.
