Franziska Preuß sorgt am Rande des Biathlon-Saisonfinals in Oslo für eine besondere Überraschung.
Die 32-Jährige erhielt die Ehre, ihrer Nachfolgerin Lou Jeanmonnot nach dem letzten Biathlon-Wettkampf des Winters die Große Kristallkugel zu überreichen. Preuß hatte ihre aktive Karriere nach Olympia beendet. Jeanmonnot wusste im Vorfeld nichts von der Pokalübergabe durch ihre Ex-Kontrahentin.
Im vergangenen Winter hatte Preuß im Biathlon-Gesamtweltcup triumphiert. Vorausgegangen war ein hochdramatisches Saisonfinale. So gingen Preuß und Jeanmonnot im abschließenden Massenstart am Holmenkollen gemeinsam auf die Schlussrunde. Hier stand nicht weniger als die Große Kristallkugel auf dem Spiel. Kurz vor dem Ziel stürzte Jeanmonnot unglücklich, zeigte anschließend aber großen Sportsgeist und ließ sich zusammen mit Preuß von den Fans feiern.
In dieser Biathlon-Saison war dann Jeanmonnot an der Reihe. Die 27-Jährige machte den Gesamtweltcupsieg bereits am Donnerstag im Sprint von Oslo vorzeitig klar.
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Preuß freut sich mit Ex-Biathlon-Kollegin
"Nach dem Ausgang des letzten Jahres ist es einfach eine runde Sache", kommentierte Preuß die Pokalübergabe an ihre französische Freundin im "ZDF".
"Mich freut es echt mega für Lou, dass sie in diesem Jahr wieder so abgeliefert hat, weil es ist so schwer, über eine ganze Saison so gut zu sein. Sie hat es sich mehr als verdient, heute die Kugel zu bekommen und mit nach Hause zu nehmen", meinte Preuß.
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"Es ist eine Befreiung", hatte Jeanmonnot selbst am Donnerstag erklärt, nachdem sie ihren Gesamtweltcupsieg final eintütete. "Es war schwierig, in dieser Situation zu sein, dass es extrem offensichtlich war, aber absolut noch nicht vorbei. Da gab es die ganze Zeit Gedanken in meinem Kopf und es fühlt sich gut an, dass das jetzt vorbei ist", erklärte die Französin in diesem Zusammenhang dem "Nordic Magazine" in der Mixed Zone.




