Das Skifliegen im norwegischen Vikersund startete am Donnerstag mit einem großen Schreckmoment: Testspringer Andrea Campregher verlor in der Luft die Kontrolle und stürzte heftig. Inzwischen hat sich der Italiener zu Wort gemeldet.
"Ich wurde am Samstagmorgen operiert, weil ich mir eine Rippe gebrochen hatte. Es ist aber nichts Ernstes. Ich kann jetzt wieder laufen, obwohl es eine schmerzhafte Verletzung ist", verriet Campregher im Gespräch mit dem Portal "skijumping.pl".
Er werde "nach Hause gehen, sobald die Narkose nachlässt. Das wird höchstwahrscheinlich am Sonntag der Fall sein", erklärte der 25-Jährige.
Heftiger Sturz: Testspringer nennt Grund
Campregher hatte am Donnerstag bei einem Testsprung in Vikersund direkt nach dem Absprung die Kontrolle verloren und drehte sich in der Luft um seine eigene Körperachse. Nach einem heftigen Aufprall rutschte Campregher bis in den Auslaufbereich, wo er zunächst regungslos liegen blieb. Bereits bei seinem ersten Testsprung hatte der Italiener nur mit großer Mühe die Kontrolle halten können.
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"Ich habe ein elastisches Band in meinem Anzug angebracht, um sicherzugehen, dass ich die Schrittlängenkontrolle im Anzug bestehe. Nach dem ersten Sprung verlor der Anzug an Spannung. Das Band erwies sich als zu weich und zu lang. Ich hätte mich zurückziehen sollen, aber ich entschied mich, noch einen Sprung zu versuchen", erklärte Campregher, wie es aus seiner Sicht zum Sturz in Vikersund kam. Der Athlet zeigte sich gegenüber "skijumping.pl" überrascht, dass er als Probespringer ebenfalls zur Kontrolle musste.
Campregher hatte seine aktive Weltcupkarriere im Skispringen bereits im vergangenen Jahr beendet. Der Italiener will dem Sport grundsätzlich treu bleiben. Ein Weltcup-Comeback strebt Campregher laut eigener Aussage aber nicht mehr an. Nationale Wettkämpfe kann sich der Italiener aber vorstellen.

