Entlang der Association brachen am Samstag alle Highlight-Dämme. So sorgten etwa Gamewinner in Orlando und Houston für Jubel, Keilereien in Washington für Disqualifikationen und Dreier für eine überragende Vorstellung von Darius Garland.
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| Washington Wizards | Oklahoma City Thunder | 111:132 |
| Charlotte Hornets | Memphis Grizzlies | 124:101 |
| Orlando Magic | Los Angeles Lakers | 104:105 |
| New Orleans Pelicans | Cleveland Cavaliers | 106:111 |
| Atlanta Hawks | Golden State Warriors | 126:110 |
| Houston Rockets | Miami Heat | 123:122 |
| San Antonio Spurs | Indiana Pacers | 134:119 |
| Dallas Mavericks | LA Clippers | 131:128 |
| Utah Jazz | Philadelphia 76ers | 116:126 |
| Phoenix Suns | Milwaukee Bucks | 105:108 |
Chaos der Nacht: Lakers halten Siegesserie am Leben
In einer pickepackevollen Nacht machen gleich zwei Gamewinner vom Samstagabend den Anfang: Fangen wir in Orlando an, wo die Magic auf die formstarken Los Angeles Lakers trafen.
Mit zehn Siegen in Folge im Gepäck sowie bestens aufgelegten Superstars kam Purple and Gold in das Kia Center. Was die Leistung von Luka Doncic angeht, wiederholte sich das, was in dieser Woche schon zuletzt zu bestaunen war.
Nach 100 Punkten in den vergangenen beiden Spielen war Doncic auch in Orlando beim 105:104-Sieg mit 33 Punkten der zentrale Akteur der Lakers. Allerdings war es nicht er, der den Magic den Garaus machte. Diese Rolle war Luke Kennard überlassen, der den Lakers in seiner Paradedisziplin zum Sieg verhalf. Per Dreier stellte er zum 105:104-Endstand für die Gäste, die ihre Siegesserie damit auf elf Spiele ausbauten.
Bevor es nun nach Houston geht, lohnt es sich zunächst, auf den Tathergang zu blicken: Denn dieser bot ein verheerendes Chaos aus Sicht der Gastgeber. Fünf Sekunden vor dem Ende fand sich Deandre Ayton mit zwei Freiwürfen und einem 101:104-Rückstand der Lakers wieder.
Nach einem Treffer setzte der Big Man die Kugel absichtlich an den Ring, allerdings prallte der Ball direkt in die Hände der Magic, womit es nach einem Heimsieg Orlandos aussah. Bei dem anschließenden Einwurf auf Höhe der Mittellinie bekam Jalen Suggs jedoch keine gute Anspielstation, womit er zu einem Turnover gezwungen wurde.
Ballbesitz Lakers! Im anschließenden Ballbesitz ließ ein perfekt ausgeführtes Play der Lakers LeBron James frei unter dem Korb der Magic zurück, der jedoch noch in höchster Not von Paolo Banchero abgeräumt werden konnte.
Im Anschluss folgte also der Baseline-Einwurf, der zu Kennards Gamewinner führte. Und wie wenige Sekunden zuvor, verloren die Magic erneut die Zuordnung. Das ließ den Sharpshooter völlig blank zurück, was dieser mit Leichtigkeit zum umjubelten Ende für die Lakers nutzte.
Fingerspitze der Nacht: Thompson geht hinterher
Kommen wir nach Houston, wo es jedoch dieses Mal die Gäste in Person der Miami Heat waren, die in den letzten Sekunden der 122:123-Niederlage in einen Tiefschlaf fielen.
Eigentlich war für die Rockets alles dafür bereitet, Kevin Durant mal wieder seine Sache machen zu lassen. Dieser schritt mit einem 121:122-Rückstand der Rockets zur Tat und war im Begriff, mit dem patentierten Pullup-Jumper aus der Midrange für die Entscheidung zu sorgen.
Für den 123:122-Sieg sorgte jedoch nicht der Superstar, sondern Teamkollege Amen Thompson. Während Durant von Bam Adebayo zu einem Notwurf gezwungen wurde und auch Pelle Larsson vergeblich als zweiter Verteidiger zu Durant eilte, schaute der Rest der Heat-Akteure nur dem Ball hinterher.
Wahrscheinlich wird sich der Wurf für sie wie eine Ewigkeit angefühlt haben, die dann mit einem bösen Erwachen beendet wurde. Denn Thompson nutzte aus, wie sein Gegenspieler, Tyler Herro, nur Augen für Durant und den Ball hatte. Durants Wurf prallte im hohen Bogen vom Ring ab, sodass es für den Superathleten ein Leichtes war, in letzter Sekunde per Putback zum Sieg für die Rockets zu punkten.
Meilensteine der Nacht: Durant klettert - Lebron neuer Rekordhalter
Mit seinem Tip-In rettete Thompson einen mit gewissheit besonderes Abend für Durant. Denn dieser überholte am Samstag niemand Geringeres als Michael Jordan in der All-Time Scoringliste. Mit einem Corner-Dreier auf Vorlage von Reed Sheppard schob sich der 36-Jährige an His Airness vorbei.
Es waren zwei seiner insgesamt 27 Punkte, die ihn nun mit 32.294 Punkten auf Platz fünf der ewigen Bestenliste zurücklassen.
| Spieler | Punkte |
| 1. LeBron James | 43.241 |
| 2. Kareem Abdul-Jabbar | 38.387 |
| 3. Karl Malone | 36.928 |
| 4. Kobe Bryant | 33.643 |
| 5. Kevin Durant | 32.294 |
Für seinen langjährigen Widersacher James hatte der Abend in Orlando ebenfalls eine historische Note. Er vor zwei Tagen - im direkten Duell mit Durant in Houston - hatte der 41-Jährige Robert Parishs Marke von 1.611 Regular-Season-Spielen ausgeglichen und sich damit auf einen geteilten ersten Platz geschoben.
Mit seinem 49. Einsatz in dieser Saison machte sich LeBron nun zum alleinigen Rekordhalter. Der vierfache NBA-Champion kann also nun endgültig von sich sagen, dass er die meisten Meilen in der Ligageschichte abgerissen hat. Immerhin hat er nun mehr Partien (1.612) als auch mehr Minuten (60.710) als jeder andere Spieler in der Geschichte der NBA gesammelt.
Keilerei der Nacht: 4 Disqualifikationen in Washington
Heiß her ging es derweil dort, wo man es in der vergangenen Nacht wohl am wenigsten erwartet hatte. Denn beim einzigen Gastspiel der Oklahoma City Thunder in dieser Saison bei den Washington Wizards waren die Rollen klar verteilt.
Die Wizards, ausgestattet mit dem zweitschlechtesten Record der Liga (16-54), trafen ohne den verletzten Trae Young auf den Titelverteidiger, der wiederum die beste Bilanz der Association vorweisen kann (56-15).
Der Underdog zeigte sich jedoch in einer ausgeglichenen ersten Hälfte widerspenstig, was dem haushohen Favoriten wohl nicht besonders schmeckte. So kam es kurz vor dem Seitenwechsel zu einer Meinungsverschiedenheit, die - wie sollte es anders sein - bei Jaylin Williams begann, der sich mit Anthony Gill von den den Gastgebern in die Haare bekam.
Schnell eilte Thunder-Teamkollege Ajay Mitchell ihm zur Hilfe, was wiederum einen Wischer durch sein Gesicht von Gill zur Folge hatte. Danach brachen alle Dämme und die Auseinandersetzung verlagerte sich bis in die ersten Reihen der Zuschauer unter dem Korb. Am Ende war der Arbeitstag für gleich vier Akteure gelaufen.
Williams, Mitchell und auch Cason Wallace wurden aufseiten der Thunder rausgeschmissen. Bei den Wizards war es Gill, der den Weg in die Kabine antreten musste. Der Trubel brachte die Thunder nach der Halbzeitpause keinesfalls aus dem Tritt. Mit 132:111 erledigten sie die Pflichtaufgabe, bei der Shai Gilgeous-Alexander mit 40 Punkten und 7 Assists überragte.
MVP der Nacht: Garland sorgt für Spektakel
Wer jetzt meint, dass es für den MVP der Nacht doch eigentlich kein Vorbei an SGA gibt, hat sicher nicht unrecht. Doch der Kanadier war nicht der einzige Spieler, der sein Wochenende mit einer Galavorstellung krönte.
Denn das gelang auch Darius Garland beim 128:131-Sieg der LA Clippers gegen die Dallas Mavericks. Der Point Guard machte mit 41 Punkten und 8 getroffenen Dreiern sein bis heute bestes Spiel für die Clippers. Beide Werte waren für den im Zuge der Trade Deadline akquirierten Garland neue Bestmarken im Trikot der Franchise aus Inglewood.
15 seiner 24 Field Goals fanden ihr Ziel, für seine 8 getroffenen Threes braucht er wiederum nur 12 Versuche. Zudem verlor er keineswegs seine Mitspieler aus den Augen, verteilte der 26-Jährige obendrein noch 11 Assists (bei 4 Ballverlusten).
Ein Profiteur von Garlands Übersicht war Superstar-Teamkollege Kawhi Leonard, der am Ende bei 34 Punkten (12/22 FG) stand.
Rookie der Nacht: Edgecombe liefert weiter ab
Im Rennen um die Playoffplätze in der Eastern Conference erledigten die Philadelphia 76ers mit 126:116 eine Pflichtaufgabe gegen die Utah Jazz. Es war das nunmehr achte Spiel in Folge, in dem die Sixers ohne Joel Embiid (Bauchmuskelzerrung), Tyrese Maxey (Finger) und Paul George (Suspendierung) antreten mussten.
Dass es in Salt Lake City den fünften Sieg in dieser Zeit zu feiern gab, lag mal wieder an Rookie VJ Edgecombe. Auf ein Career-High von 38 Punkten am Donnerstag ließ er gegen die Jazz am Samstag 22 Punkte folgen. Zudem stand er länger als jeder andere Philadelphia-Spieler auf dem Platz (39 Minuten).
Seine Punkte waren aber beileibe nicht die einzige Facette seines Spiels: Mit zusätzlichen 13 Rebounds verzeichnete er ein starkes Double-Double. Auch 4 Assists (bei 2 Ballverlusten) konnten sich sehen lassen.
Gleichzeitig lieferte er sich ein sehenswertes Rookie-Duell mit Ace Bailey auf der Gegenseite. Der verzeichnete nämlich 25 Punkte, 7 Rebounds, 4 Dimes (2 Turnover) und außerdem auch 5 Blocks.
Seit dem Ausfall Maxeys kommt Edgecombe auf 18,3 Punkte, 6,6 Rebounds und 4,7 Assists pro Spiel. Eine sehenswerte Ausbeute, die trotz nur 18 Prozent von der Dreierlinie und 42 Prozent aus dem Feld zustande kommt. Dank des jüngsten Siegs kletterten die 76ers von Platz neun auf Platz sieben im Osten.
Dunk der Nacht: Matkovic mit dem 360
Die New Orleans Pelicans haben langsam den Bogen raus, wie man das Heimpublikum wieder mit sportlichen Anreizen in die Arena locken kann. Zwar unterlagen die Pels am Samstag mit 106:111 den Cleveland Cavaliers, aber dafür hatten die Hausherren das Highlight des Abends auf ihrer Seite.
Dieses kam in einem vierten Viertel, das eigentlich den Cavaliers gehörte (35:18). Inmitten von Back-to-Back Dreiern von James Harden sorgte ein Zusammenspiel von Rookie Jeremiah Fears und Big Man Karlo Matkovic für das eine oder andere geriebene Auge.
Denn Matkovic setzte nicht nur zum Alley-Oop-Dunk an, sondern brachte diesen auch noch mit Stil in Form eines 360-Dunks im Korb unter. Wow!
Artikel zur Verfügung gestellt von undrafted - new digital home of US sports, die neue Informationsplattform für alle Fans der NFL, NBA, NHL und MLB. undrafted ist als App verfügbar für iOS und Android. Weitere Informationen unter www.undrafted.ai.




































