Erst flickten Bauarbeiter am turbulenten Nachmittag ein Loch in der Strecke, dann gewann Weltmeister Marc Márquez den MotoGP-Sprint von Goiania.
Nach viel Aufregung und Ärger um einen ungewöhnlichen Schaden auf der Start-Ziel-Geraden des Autódromo Ayrton Senna konnten die Motorradpiloten bei der Rückkehr nach Brasilien erst mit fast 90-minütiger Verspätung fahren.
Nach dem Qualifying der Königsklasse MotoGP hatte sich im Asphalt als Folge der zuletzt starken Regenfälle ein Sinkloch gebildet. Der Belag wurde an der Stelle rechteckig ausgeschnitten, danach eine entstandene Grube aufgefüllt und wieder geschlossen. Der ursprünglich für 19:00 Uhr angesetzte Sprint begann um 20:20 Uhr.
Fabio Di Giannantonio, Gewinner des Qualifyings, führte bis zwei Runden vor Schluss, dann ging Ducati-Markenkollege Márquez vorbei und feierte seinen ersten Saisonsieg.
Beim Auftakt vor drei Wochen in Thailand war der Spanier im Sprintrennen Zweiter geworden und beim Hauptrennen ausgeschieden. Dritter in Goiania wurde Jorge Martín (Spanien/Aprilia), Champion von 2024.
Eigentlich hätte vor dem Sprint das Moto2- und Moto3-Qualifying stattfinden sollen. Die Reihenfolge wurde geändert. Die Moto3 ist nun nach dem Sprint dran, die Moto2 erst am Sonntag.
Am Dienstag war das Autódromo nach heftigen Regenfällen überflutet worden, die Strecke war teilweise mit Schlamm bedeckt. Die Motorrad-WM ist erstmals seit 2004 wieder in Brasilien zu Gast - in Goiania war letztmals 1989 gefahren worden.


