Max Verstappen hat mit seinem Team das Vier-Stunden-Rennen auf der Nordschleife gewonnen, im GT3 von Mercedes-AMG spielte der Formel-1-Star eine tragende Rolle. Doch nach der Siegesfeier folgte der Schock: Das Team des Niederländers wurde disqualifiziert.
Schnellster im Qualifying, dazu zwei perfekte Stints und trotzdem darf sich Max Verstappen nicht über den Sieg Rennen in der Nürburgring-Langstreckenserie freuen.
Wie die Rennserie mitteilte, stellte sich zwei Stunden nach dem Wettkampf auf der Nordschleife heraus, dass ein Reifensatz zu viel verwendet wurde. Daher wurde das Team Verstappen Racing, für das auch Jules Gounon aus Andorra und Dani Juncadella aus Spanien im Einsatz waren, nachträglich aus der Wertung genommen.
Als Sieger des Rennens gehen somit Dan Harper und Jordan Pepper in ihrem BMW M4 GT3 von ROWE Racing hervor.
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"Leider ist uns ein Fehler unterlaufen"
"Die Disqualifikation schmerzt", kommentierte Christian Hohenadel, Team Principal von Winward Racing: "Leider ist innerhalb des Teams ein Fehler unterlaufen, der die Rennleitung dazu zwang, das Siegerfahrzeug nachträglich zu disqualifizieren. Für uns war dies unser erster Einsatz als Mercedes-AMG Performance-Team auf der Nürburgring-Nordschleife. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die uns die Daumen gedrückt haben."
Man werde den Tag nun "gründlich analysieren, uns akribisch auf die verbleibenden Rennen vorbereiten und mit voller Konzentration" auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (16. und 17. Mai) hinarbeiten - für Verstappen eines der Highlights des Rennkalenders.
Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing ließ mitteilen: "Das NLS-Wochenende wird uns noch lange in Erinnerung bleiben: Wir haben auf der Strecke pures Racing gesehen, atmosphärisch einen außergewöhnlichen Tag erlebt und uns zunächst sehr über den vermeintlichen Rennsieg gefreut. Umso größer war die Enttäuschung, als wir realisiert haben, dass uns am Morgen hinter den Kulissen ein Fehler unterlaufen ist und die Rennleitung gezwungen war, das Siegerfahrzeug zu disqualifizieren. Das tut weh und natürlich sind alle Beteiligten sehr enttäuscht."
Verstappen auf der "verrücktesten Rennstrecke der Welt" glücklich
Im Nordschleifenrennen hatte Max Verstappen zunächst die Pole Position eingefahren und sich dann im ersten Stint ein packendes Duell mit Christopher Haase im Audi geliefert. In seinem zweiten Einsatz brachte er den Sieg souverän über die Ziellinie, vergrößerte den Abstand gar auf eine Minute.
Der Abstecher in die "Grüne Hölle" habe großen Spaß gemacht, sagte Verstappen anschließend, als er von der Disqualifikation noch nichts ahnte: "Das ist die verrückteste Rennstrecke der Welt - positiv gesagt. Das war eine tolle Erfahrung, hier fahren zu können. Dieser Ort ist einfach super." Für ihn sei es vor allem darum gegangen, das neue Auto mit Blick auf weitere Ausfahrten besser kennenzulernen. "Es hat richtig Spaß gemacht und ich habe mich richtig wohlgefühlt", sagte er.
Verpflichtungen in der Formel 1 stehen dem Ex-Champion nicht im Wege. Zwei Wochen vor dem nächsten Nürburgring-Ausflug wird in Miami in den USA gefahren, eine Woche danach steuert der Vizeweltmeister sein Auto wieder im kanadischen Montreal. Vor dem kommenden WM-Lauf in Japan in einer Woche war auch jetzt schon ein weiterer Start möglich.



