Andreas Wellinger Siebter, Karl Geiger Neunter: Die bisherigen Sorgenkinder des deutschen Skispringens haben auf dem "Monsterbakken" in Vikersund die DSV-Bilanz gerettet. Während der Österreicher Stephan Embacher den ersten Weltcupsieg seiner Karriere feierte, musste sich Olympiasieger Philipp Raimund auf der größten Schanze der Welt dagegen mit dem 18. Rang begnügen.
Für Wellinger, der im Vorjahr an gleicher Stelle seinen bislang letzten Weltcupsieg gefeiert hatte, war es nach Flügen auf 227,0 und 219,0 m das drittbeste Ergebnis der Saison, für den ehemaligen Skiflug-Weltmeister Geiger sogar das zweitbeste.
"Die Saison ist holprig, aber mir macht das Fliegen einfach immer Spaß", sagte Wellinger im "ZDF". Geiger kommentierte nach Flügen auf 223,0 und 218,0 m: "Das war echt schön. Ich bin richtig happy."
Nicht zu schlagen war Embacher. Der ÖSV-Adler führte schon nach dem ersten Durchgang und gewann nach Flügen auf 232,0 und 225,0 m mit 459,1 Punkten. Platz zwei ging an den Japaner Tomofumi Naito (446,8) vor Johann Andre Forfang (Norwegen/443,7), Skiflug-Weltmeister Domen Prevc aus Slowenien (439,2) musste sich mit Rang fünf begnügen.
Mehr dazu:
Raimund, der eine Woche zuvor in Oslo wegen schwieriger Windverhältnisse einen Start verweigert hatte, verbesserte im zweiten Durchgang zumindest seine persönliche Bestmarke auf 225,5 m.
"Philipp muss nicht unzufrieden sein, es fehlt nicht viel", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Pius Paschke belegte den 26. Rang, Luca Roth (31.) und Ben Bayer (38.) verpassten den zweiten Durchgang.

