Beim Hamburger SV eskaliert die Situation um Robert Glatzel nun doch noch! Kurz vor dem schweren Bundesliga-Duell bei Borussia Dortmund am Samstag (ab 18:30 Uhr) fehlt der Stürmer im Kader. Und zwar das nicht verletzungsbedingt, sondern aus disziplinarischen Gründen.
Der Grund: Glatzels öffentliche Kritik an seiner Rolle im Team, die er in einem Interview mit der "Hamburger Morgenpost" geäußert hatte. In dem Gespräch hatte sich der Angreifer über seine geringen Einsatzzeiten beschwert. Dass Glatzel diesen Weg über die Öffentlichkeit gewählt hatte, sorgte intern beim HSV für mächtig Wirbel.
Hamburgs Cheftrainer Merlin Polzin reagierte nun konsequent und strich den Offensivspieler für die Partie am Samstag aus dem Aufgebot. Wie der "kicker" berichtete, gelte die Kader-Verbannung lediglich für ein Spiel. Nach der Länderspielpause könne sich Glatzel wieder neu empfehlen.
Schon am Donnerstag hatte sich Polzin ausführlich in der Angelegenheit geäußert, da aber noch offengelassen, ob Glatzel mit nach Dortmund fahren werde oder nicht.
Glatzel zuletzt gar nicht mehr gefragt
Der HSV-Coach habe laut eigener Aussage mit Glatzel "ein offenes, klärendes Gespräch" geführt. Die öffentliche Äußerung widerspreche jedoch den Grundsätzen des Vereins. Laut Polzin wurde das Thema sogar "eine Ebene höher" im Klub diskutiert, insgesamt seien "klare Worte" gefallen.
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Glatzel selbst zeigte sich zuvor frustriert über seine Situation. Nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen suchte er bereits erfolglos das Gespräch mit dem Trainer. "Warum ich dann auch die nächsten beiden Spiele nur auf der Bank saß, kann ich nicht verstehen", erklärte er in dem Zeitungsinterview.
Sportlich hatte Polzin zuletzt auf Winter-Neuzugang Damion Downs gesetzt, der bislang allerdings noch ohne Treffer im HSV-Trikot ist. Glatzel wiederum kam in der gesamten Bundesliga-Saison nach dem Aufstieg der Rothosen erst dreimal von Beginn an zum Einsatz. Er steht bei einem Saisontor.






























