Auch das letzte Wettkampfwochenende der laufenden Biathlon-Saison begann für die deutschen Männer ernüchternd. Im 10-km-Sprint von Oslo schaffte es mit Philipp Nawrath als Achter lediglich ein DSV-Biathlet in die Top Ten. Und auch sein Rennen war alles andere als optimal.
So zeigte der 33-jährige Routinier zwar eine blitzsaubere Schießleistung und blieb im beim Liegend- und beim Stehendanschlag fehlerfrei. Allerdings ließ die Laufleistung Nawraths doch arg zu wünschen übrig, sodass trotz des starken Schießens in der Endabrechnung nur Achter wurde.
Das Kuriose daran: Alle Konkurrenten um ihn herum leisteten sich mindestens einen Schießfehler. Nawrath war in den Top 20 der einzige, der liegend und stehend ohne Strafrunde auskam. Trotzdem fehlten ihm am Ende 36,3 Sekunden auf Sieger Sturla Holm Laegreid und 31 Sekunden auf das Podest.
"Es ist schwer zu erklären, ich war heute nicht ganz so frisch auf der Runde. Die ersten zwei Runden konnte ich ganz gut mitlaufen, leider ist in der letzten Runde dann ein bisschen der Dampf rausgegangen", musste der Füssener am "ZDF"-Mikrofon einsehen.
Samstag steht die Verfolgung an
Als ungünstig sah Nawrath auch den Umstand an, dass er von 111 Teilnehmern als erster in die Loipe musste und daher keinerlei Zwischenzeiten der Konkurrenz als Anhaltspunkte hatte.
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"Dennoch muss man natürlich voll gegen die Zeit laufen und dagegen halten so gut es geht. In der letzten Runde habe ich nur versucht, mir das so einzuteilen, dass ich es halbwegs ins Ziel bringe. Nur der achte Platz kommt dann dabei heraus", machte der erfahrene Biathlet aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis und fügte hinzu: "Ich habe eigentlich ein gutes Rennen gemacht, aber die anderen waren heute stärker, ganz klar. Das muss ich anerkennen. Es geht noch in zwei Rennen, die wichtig sind, da versuche ich nochmal alles reinzuhauen."
Am Samstag (ab 16:15 Uhr) geht es mit dem Verfolgungsrennen weiter, ehe am Sonntag der letzte Massenstart des Jahres anstehen wird (16:30 Uhr).

