Am 29. März soll auf Zypern das Schach-Kandidatenturnier 2026 beginnen. Doch wenige Tage vor dem Start gibt es Sicherheitsbedenken, zumal die Mittelmeer-Insel zumindest theoretisch in Reichweite des Nahost-Konflikts liegt. Eine öffentliche Einladung für eine Austragung in Deutschland hat der Weltverband FIDE nun bekommen.
Findet das Schach-Kandidatenturnier 2026 auf deutschem Boden statt? Geht es nach "WR Chess"-Gründer Wadim Rosenstein, lautet die Antwort: Ja.
Rosenstein schickte in dieser Woche eine öffentliche Einladung an den Schach-Weltverband FIDE, das Turnier in Deutschland auszutragen. "Liebe Schach-Freunde. Ich verfolge die aktuelle Situation in Zypern aufmerksam und verstehe, dass sie zunehmend kritisch wird", schrieb der CEO in einem X-Beitrag.
Aufgrund der geografischen Nähe des Nahost-Konflikts und der damit verbundenen Risiken sei es umso wichtiger, das Turnier in einer "sicheren und stabilen Umgebung" auszutragen, so Rosenstein, der weiter schrieb: "Deshalb wurde die FIDE schon über unsere Bereitschaft informiert, eine unmittelbare Lösung zu unterstützen und bereitzustellen, sofern sie benötigt wird."
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"Wir können das Kandidatenturnier organisieren"
"Sollte es notwendig sein, können wir sofort handeln. Wir können das Kandidatenturnier in Deutschland organisieren und die maximale Sicherheit und Zuverlässigkeit für alle Teilnehmer und Offiziellen sicherstellen", erklärte der "WR Chess"-Boss.
Rosensteins Angebot an die FIDE folgt wenige Tage, nachdem die indische Großmeisterin Koneru Humpy andeutete, aufgrund der unsicheren Lage nicht teilnehmen zu wollen. Es mache "überhaupt keinen Sinn", das Turnier auf Zypern auszutragen, hatte die 38-Jährige gesagt. Aus organisatorischer Sicht sei es "einfach die falsche Entscheidung", an dem Austragungsort festzuhalten.
FIDE-CEO Emil Sutovsky wiederum erklärte, dass es in seinen Augen kein Sicherheitsrisiko gebe und der Verband an seinem ursprünglichen Plan festhalten wolle. Zypern sei nicht direkt in den Konflikt involviert, meinte er, während er gleichzeitig eine kleine Hintertür für eine Verlegung offen ließ und sagte: "Wir ziehen zahlreiche Szenarien in Betracht, sogar die unwahrscheinlichsten."




