Am vergangenen Wochenende entbrannte ein heftiger Streit zwischen dem FC Bayern und der deutschen Schiedsrichter-Zunft. Grund dafür war die Referee-Leistung im Auswärtsspiel des deutschen Rekordmeisters bei Bayer Leverkusen mit zwei Platzverweisen und zwei aberkannten Toren. Für ihre scharfe Kritik erhielten die Münchner viel Gegenwind, was Sportdirektor Christoph Freund jedoch unberechtigt fand.
"Wir werden immer als Bayern München unsere Meinung sagen. Und uns nicht den Mund verbieten lassen", betonte Freund vor dem Heimspiel des Bundesliga-Tabellenführers am Samstagnachmittag gegen Union Berlin (15:30 Uhr/Sky).
Horst Heldt, Geschäftsführer der Eisernen, befürchtete zuletzt bei "Sky", dass das Schiedsrichtergespann im anstehenden Duell besonders im Fokus stehen werde. Freund entgegnete nun: "Die Befürchtungen haben wir nicht."
Nach dem 1:1-Unentschieden in Leverkusen hatten sich die Münchner Bosse insbesondere über die Gelb-Rote Karte für Luis Díaz nach einer vermeintlichen Schwalbe im Strafraum sowie ein nicht gegebenes Tor von Harry Kane wegen Handspiels beklagt.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß sprach gar von "der schlechtesten Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe". Ein gewaltiges mediales Echo war die Folge.
FC Bayern verweist auf andere Vereine
Mit etwas Abstand gab sich Freund deutlich diplomatischer. Es sei ein Spiel "mit vielen Emotionen, vielen strittigen Entscheidungen gewesen. Da wurde generell sehr viel diskutiert. Wir haben uns nach dem Spiel geärgert. Das haben wir auch gesagt. Das ist, glaube ich, auch unser Recht, wenn wir eine Meinung haben, dass wir die artikulieren. Das machen übrigens auch andere Vereine, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Dann sagen sie ebenfalls ihre Meinung."
Für den FC Bayern sei nun aber "die Sache erledigt", versicherte Freund und gab sich versöhnlich: "Die Schiedsrichter sind ein wichtiger Teil vom Fußball. Es ist auch wichtig, dass sie geschützt werden und ihre Leistung bringen können."






























