Nächster Paukenschlag auf dem Biathlon-Trainermarkt: Nachdem es in den vergangenen Tagen schon Gerüchte über eine Trennung gab, bestätigte der Schweizer Schießtrainer Jean-Marc Chabloz nun nach sechs Jahren seinen Abschied von der schwedischen Nationalmannschaft.
Nach den Norwegern brauchen auch die Schweden ab der kommenden Biathlonsaison einen neuen Schießtrainer. Wie Jean-Marc Chabloz dem Sender "SVT" am Freitag bestätigte, wird er das schwedische Team nach sechs erfolgreichen Jahren verlassen. Als "unglaublich traurig" bezeichnete er die Trennung.
"Ich habe das Gefühl, dass ich mit erhobenem Kopf und einem unglaublichen Stolz gehe", erklärte der Schweizer, der künftig einen Manager-Job in der schwedischen Provinz Jämtland übernehmen wird, wie er verriet: "Das ist ein Traumjob."
Am Osloer Holmenkollen werde er nun seinen "letzten Tanz" mit der schwedischen Mannschaft haben. "Ich hatte so eine gute Zeit mit dieser Gruppe", versicherte Chabloz, über dessen Abschied schon seit einigen Tagen spekuliert wurde.
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Angeblich sind die Schweden an einer Verpflichtung des Finnen Jonne Kähkönen interessiert. Er steht aktuell bei den Italienern am Schießstand. Ob er sich einen Wechsel nach Skandinavien vorstellen kann, ist jedoch nicht bekannt.
Chabloz zufolge wird er selbst den schwedischen Biathlonverband aus eigenem Antrieb verlassen. "Für mich ist es härter und härter geworden, von Zuhause weg zu sein. Ich will nicht mehr so viel wie bisher unterwegs sein", sagte er.
Auch im deutschen Biathlon-Team droht ein Abschied
Innerhalb der schwedischen Mannschaft löste Chabloz' Abschied Bedauern aus. "Es wurde ein bisschen emotional, aber er scheint mit der Entscheidung glücklich zu sein", sagte Anna Magnussen gegenüber "SVT". Hanna Öberg erklärte: "Ich verstehe, wie stressig dieser Job ist. Es gibt viele Emotionen, wenn man geht. Er hat uns viel bedeutet."
Chabloz ist nach Siegfried Mazet der zweite namhafte Schießtrainer, der seinen Posten verlässt. Der Franzose hatte zuvor schon seinen Abschied vom norwegischen Team verkündet. Er wird im kommenden Winter die französische Mannschaft übernehmen, deren bisherige Coaches aufhören.
Noch offen ist derweil, wie es in der deutschen Mannschaft am Schießstand weitergeht. Hier endet der Vertrag von Sverre Røiseland. Ob er beim DSV bleibt, ist offiziell noch nicht geklärt.



