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Nach Massenprotesten im Januar

Iran lässt Teenager-Ringer hinrichten

Auch während des Krieges lässt das iranische Regime Menschen hinrichten
Auch während des Krieges lässt das iranische Regime Menschen hinrichten
Foto: © IMAGO/Morteza Nikoubazl
20. März 2026, 10:01
sport.de
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Das iranische Regime hat die ersten Todesurteile rund um die Proteste der eigenen Bevölkerung im Januar vollstrecken lassen. Unter den Ermordeten ist auch ein junger iranischer Sportler.

Mitten im Nahost-Krieg lässt Iran Demonstranten wieder hinrichten. Unter den ersten drei Männern, die das Mullah-Regime hingerichtet hat, ist Berichten von Menschenrechtsorganisationen zufolge auch ein 19-jähriger Ringer.

Saleh Mohammadi war Teil der iranischen U-19-Ringer-Nationalmannschaft im Freistilringen und gewann 2024 die Bronzemedaille beim Saytiav International Cup in Russland. 

Die Hinrichtungen fanden demnach am Donnerstagmorgen Ortszeit in der nördlichen Provinz Qom statt, nachdem der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt hatte, berichtet die iranische Nachrichtenagentur "Tasnim".

Den Männern wurde vorgeworfen, bei den Protesten gegen die Regierung Anfang Januar Polizisten getötet zu haben. So stellen es staatliche Medien dar. Es handelt sich um die ersten Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Demonstrationen.

Mohammadi wies die Vorwürfe zurück

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen waren die Männer gefoltert worden und wurden ohne fairen Prozess hingerichtet.

Die Menschenrechtsorganisation Hengaw schreibt, dass Mohammadi die gegen ihn erhobenen Vorwürfe während des Gerichtsverfahrens zurückgewiesen habe. Hengaw zufolge bestätigten Aufnahmen von Überwachungskameras seine Anwesenheit am Tatort nicht.

Die landesweiten Proteste im Iran waren im Januar eskaliert. Das Regime ließ sie gewaltsam niederprügeln und -schießen. Menschenrechtsgruppen sprechen von Tausenden von Toten.

In den vergangenen Jahren hatte die Islamische Republik bereits Sportler nach Massenprotesten hingerichtet. Menschenrechtsorganisationen werfen dem Iran vor, die Tatvorwürfe erfunden und unter Folter erzwungen zu haben.

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