Jamal Musiala wird nach einer gemeinsamen Entscheidung des DFB und FC Bayern nicht an den kommenden Länderspielen teilnehmen. Der aktuell verletzte Offensivmann soll dadurch die nötige Zeit bekommen, wieder richtig fit zu werden. TV-Experte Dietmar Hamann sieht mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer Zeitdruck.
"Ich glaube, das Letzte, an das er und die Bayern gerade denken, ist die Nationalmannschaft. In meinen Augen ist die WM im Moment für Musiala weit entfernt", schrieb Hamann in seiner "Sky"-Kolumne.
Musiala hatte sich letzte Woche im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Bayern und Atalanta Bergamo (6:1) verletzt. Der 23-Jährige laboriert nach Angaben des Fußball-Bundesligist "an einer Schmerzreaktion am im Sommer verletzten, linken Sprunggelenk".
"Dass er nicht für die beiden Länderspiele Ende März nominiert wird, ergibt Sinn. Man würde ihm keinen Gefallen tun, wenn man ihn jetzt einladen würde", so Hamann. Die deutsche Nationalmannschaft trifft auf die Schweiz (27. März, 20:15 Uhr live im Free-TV bei RTL) und auf Ghana (30. März).
Hamann ging sogar noch einen Schritt weiter. "Ob es dann reichen wird, ihn zur WM mitzunehmen, muss man sehen. Stand heute glaube ich, dass es schwer wird", meinte der Vize-Weltmeister von 2002.
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"In den nächsten zwei Monaten muss viel passieren, es darf nichts mehr schiefgehen. Der Fuß muss okay sein und die Leistungen müssen stimmen. Dann kannst du überlegen, ob du ihn mitnimmst. Wenn du 26 Spieler nominieren kannst, dann kannst du vielleicht ein oder zwei Verletzte mitnehmen", führte der TV-Experte aus.
DFB und FC Bayern wollen fitten Musiala
Musiala hatte sich letzten Sommer bei der Klub-WM einen Wadenbeinbruch zugezogen und fiel in der Folge monatelang aus. Der offensive Mittelfeldspieler feierte im Januar sein Comeback.
"Vincent Kompany und ich haben dasselbe Interesse: Dass der Spieler erst mal bei Bayern München fit und gesund wird, dass er viele Spiele macht Richtung WM, um dann überhaupt für uns bei der WM infrage zu kommen", begründete Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der DFB-Pressekonferenz am Donnerstag die Nicht-Nominierung Musialas.
"Er hat wieder eine kleine Reaktion im Sprunggelenk, das ist relativ normal", berichtete der 38-Jährige: "Unter den Umständen, dass er Probleme hat, habe ich mich dagegen entschieden, ihn mitzunehmen und unter Schmerzen zwei Minuten lang aufdribbeln zu lassen. Das bringt nichts."











