Die noch junge Formel-1-Saison bietet allerhand Gesprächsstoff. Vor allem das neue Regelwerk und die Boliden stehen dabei im Fokus und stoßen nicht bei allen auf große Gegenliebe. Besonders Max Verstappen äußerte sich zuletzt regelmäßig negativ über die Neuerungen - und erntet dafür jetzt Kritik von Kult-Teamchef Günther Steiner.
"Also wenn jemand das mag, dann hat er wirklich keine Ahnung, wie unser Sport sein sollte. Das macht überhaupt keinen Spaß. Das ist wie Mario Kart spielen. Das ist doch kein Rennsport", hatte der mehrfache Champion aus den Niederlanden zuletzt gesagt.
"Du holst auf, dann geht dir auf der nächsten Geraden der Saft aus, und dein Gegner zieht wieder an dir vorbei. Für mich ist das einfach nur ein Witz", lautet die klare Meinung zum aktuellen Rennerlebnis.
Nun äußert sich Günther Steiner, langjähriger Teamchef bei Haas gegenüber "TalkSport" zu der Schimpftirade von Verstappen. "Das ist nicht das Problem des neuen Reglements, sondern eine Folge der Tatsache, dass einige Rennställe die Arbeit nicht auf die Reihe bekommen haben", stellt Steiner fest.
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Vor allem die Art und Weise von Verstappens Kritik missfällt ihm allerdings. Der Niederländer bekomme ziemlich schnell einen Wutanfall, wenn die Dinge nicht nach seinem Willen laufen, meinte Steiner und verglich den viermaligen Weltmeister mit einem bockigen Kind, das Spielzeug aus dem Kinderwagen wirft.
Formel 1: Steiner mit Lob für Red Bull
Dabei war für Steiner völlig klar, dass Red Bull zunächst Probleme haben würde, schließlich tritt das Team mit einem eigenen Motor an.
"Wir müssen Red Bull Racing hoch anrechnen, dass sie hier mit dem eigenen Motor antreten, und bei einer so komplexen Technik wäre es schon vermessen gewesen zu glauben, dass die von Anfang an siegfähig sind", erklärte der Südtiroler.
"Aber Max reagiert halt manchmal heftig, wenn es nicht läuft. Vielleicht mag Verstappen keine Veränderungen. Und wenn man es gewohnt ist, in einem siegfähigen Auto zu sitzen, dann ist es nicht leicht zu verdauen, wenn dem nicht mehr so ist", schließt der Experte.




