Vor den Olympischen Winterspielen nahmen Gerüchte um einen Trainerwechsel bei Polens Skispringern Fahrt auf. Offiziell entschieden ist über die Zukunft von Maciej Maciusiak noch nicht. Jetzt lässt der Amtsinhaber selbst die Katze aus dem Sack.
Wie der 43-Jährige gegenüber "skijumping.pl" bestätigte, planen er und sein Trainerteam bereits jetzt die Saison 2026/2027.
"Wir wissen, wo unsere Schwächen liegen. Daran werden wir ab April arbeiten. Der Trainerstab hat bereits einen kurzen Überblick darüber erhalten, was wir tun müssen, und wir werden das umsetzen", sagte Maciusiak, der seinen Job als polnischer Nationalcoach erst im vergangenen Jahr angetreten hatte.
Schwache Auftritte der einst so erfolgsverwöhnten polnischen Skispringer im Weltcup hatten bereits im Januar die Gerüchte um ein Maciusiak-Aus noch während der Saison befeuert - auch wenn Verbandschef Adam Malysz sie damals dementierte.
Rosig sieht es für die Polen nach wie vor nicht aus. Super-Talent Kacper Tomasiak sammelte in diesem Winter als bester Vertreter seines Landes im Weltcup bislang nur 391 Punkte und belegt damit lediglich den 17. Rang der Gesamtwertung.
Aufgehübscht wird die Bilanz immerhin durch das Abschneiden bei Olympia, wo Tomasiak sowohl Silber auf der Normalschanze als auch im Super-Team gemeinsam mit Pawel Wasek holte. Zudem gewann der 19-Jährige Bronze von der Großschanze.
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"Wir hatten gehofft, dass uns das einen Schub geben würde", erklärte Maciusiak. Aber: Die Leistungen seiner Schützlinge nach den Winterspielen im Weltcup blieben durchwachsen - auch bei Hoffnungsträger Tomasiak ging es auf und ab.
"In Lahti war er mental erschöpft, aber in Oslo hat er sich wieder erholt. Er hat eine gute Leistung gezeigt, auch wenn es nicht ganz so gut lief, wie wir gehofft hatten", sagte Maciusiak.
Der Skisprung-Coach ergänzte: "Wir beobachten bei vielen Athleten nach den Olympischen Spielen ein Formtief. Domen Prevc springt nicht mehr so gut. Auch Philipp Raimund hat einen Einbruch."
Sein Team habe sich eben mit Blick auf den Saisonhöhepunkt Olympia vorbereitet, betonte Maciusiak. "Wir haben hart daran gearbeitet und waren dort in Bestform", so der polnische Trainer.

