Die russischen Biathlon-Meisterschaften in Tyumen haben ihren nächsten Eklat - und erneut war der Schießstand der Ort des Geschehens. Hauptdarsteller diesmal: Der ehemalige Staffel-Weltmeister Anton Babikov.
So richtig reibungslos laufen die russischen Biathlon-Meisterschaften in Tyumen in diesen Tagen nicht ab. Nachdem es im Sprint der Frauen schon zu einer kuriosen Panne am Schießstand inklusive anschließender Disqualifikation gekommen war, gab es auch im Supersprint der Männer am Mittwoch einen großen Aufreger.
Verantwortlich dafür war der frühere Weltmeister Anton Babikov, der als 15. zum zweiten Schießen kam und dementsprechend auch auf der Matte mit der Nummer 15 anhielt. Das Problem: Die Scheiben auf Bahn 15 waren defekt. Von den Offiziellen wurde der 34-Jährige direkt auf Bahn 16 gewunken, doch dort lief just ein anderer Biathlet ein. Auch die Matten danach wurden schnell besetzt. Letztlich musste Babikov bis auf Bahn 27 zurück, um eine freie Matte zu bekommen.
Biathlon-Star baff: "Das habe ich noch nie erlebt"
Das stank dem Altmeister so sehr, dass er das Rennen einfach aufgab. Er habe die "Nerven verloren", entschuldigte sich Babikov nach dem Rennen gegenüber der Presse. Gleichzeitig erhob er aber auch Vorwürfe gegen die Veranstalter.
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"So etwas habe ich noch nie erlebt. [...] Technische Probleme passieren, aber ich glaube nicht, dass alles getan wurde, um sie zu verhindern. Der Schießstand hat schon in der Woche vor den Meisterschaften nicht richtig funktioniert. Sie müssen da einen besseren Job machen. Dann haben wir auch keine Probleme und unsere Rennen werden nicht ruiniert", stänkerte Babikov in Richtung der Offiziellen.
Die vorzeitige Rennaufgabe war laut Babikov mehr oder weniger alternativlos. "Als ich die 27. Matte erreicht hatte, waren die ersten Fünf schon wieder weg. Und ich wusste, dass sie mir keine Zeitgutschrift geben würden", rechtfertigte er sich.
Nicht von den Problemen betroffen war unter anderem Alexander Kornev, der das Rennen in 19:46 Minuten für sich entschied. Silber ging an den Belarussen Dmitry Lazovsky, Bronze an Kirill Bazhin.



