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Bundestrainer übt Kritik

Deutscher Skisprung-Star will "Rätsel lösen"

Freut sich aufs Skifliegen: Skispringerin Agnes Reisch
Freut sich aufs Skifliegen: Skispringerin Agnes Reisch
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Christian Moser
19. März 2026, 08:20
sport.de
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Skispringerin Agnes Reisch freut sich auf das Skifliegen in Vikersund. Allerdings gibt es dabei aus Sicht der 26-Jährigen noch einige Fragezeichen. Bundestrainer Heinz Kuttin kritisiert derweil den Modus.

"Letztes Jahr war ich das erste Mal Skifliegen - ich habe es noch nicht ganz raus, wie Skifliegen funktioniert und bin gespannt, ob es dieses Jahr besser funktioniert", sagte Reisch mit Blick auf das Weltcup-Wochenende in Norwegen. "Ich hoffe auf gutes Wetter, dass der Wind gut ist und wir nicht so viele Unterbrechungen haben. Ich bin gespannt, freue mich mich, habe aber nicht so große Erwartungen. Ich möchte einfach Spaß haben und das Rätsel lösen, wie man richtig fliegt!"

Die FIS hat das Frauen-Skifliegen erst 2024 ins Weltcup-Programm aufgenommen. Im vergangenen Jahr erzielte Superstar Nika Prevc im Training in Vikersund gleich zweimal die neue Weltrekordweite von 236 Metern.

Ob es auch 2026 zu einer Rekordjagd kommt, bleibt abzuwarten - genauso, wie gut das Abschneiden der deutschen Skispringerinnen sein wird, deren Leistungen zuletzt nicht immer stimmten.

Vor dem Skiflug-Spektakel in Vikersund teilte sich das Team auf. "Katharina Schmid und Juliane Seyfarth sind zusammen mit Thomas Juffinger und Gerhard Freudig nach dem Oslo-Weltcup in Norwegen geblieben und haben ein Sprungtraining absolviert - Katha, um das gute Gefühl, das sie in Oslo aufgebaut haben, mit ein paar lockeren Trainingssprüngen zu verstärken, und Juliane wollte das Ski-Thema noch einmal bearbeiten, sie springt etwas speziellere Modelle, die im Flugverhalten etwas anders sind, speziell auf großen Schanzen", schilderte Bundestrainer Heinz Kuttin. "Sie trainieren in Oslo, dort hatten sich die Wetterbedingungen schon am Montag deutlich verbessert."

Skispringen: Skiflug-Modus der Frauen "nicht optimal"

Reisch, Selina Freitag und Anna Hollandt, die ihre Karriere nach dem Wochenende beendet, bereiteten sich mit einem Ruhetag und einer Trainingseinheit abseits der Schanze auf Vikersund vor, wie Kuttin schildert. "Betreut wurden sie dabei in Oberstdorf von Peter Leiner, der uns in dieser Saison als Trainer unterstützt, an der Schanze und beim Krafttraining. Am Donnerstag reist das Trio über Oslo weiter nach Drammen ins Teamhotel, wo das Team wieder zusammentrifft."

Er rechne mit einem "spannenden Wochenende", so der DSV-Coach. "30 Athletinnen sind am Start, wir haben zwei Trainingssprünge, der dritte ist dann die Qualifikation - von den 30 dürfen dann die Top-20 am Samstag und Sonntag im Wettkampf an den Start gehen, ins Finale kommen die besten 15."

Dieser Modus missfällt Kuttin allerdings: "Ich finde das vom Reglement her nicht optimal, weil es an zwei Tagen je zehn Athletinnen gibt, die keinen Flug machen dürfen. Ich denke, dass alle 30 Damen die drei Flüge gut absolvieren können. Ich hoffe, dass die FIS in Zukunft den nächsten Schritt macht und mehr Damen speziell auf den Skiflugschanzen fliegen können. Vorausgesetzt natürlich, dass die Wetterbedingungen passen. Diesen Wunsch habe ich."

Die Vorfreude im Lager der Skispringerinnen sei jedenfalls groß, so Kuttin. "Jede Athletin hat das Ziel, über die magische 200-Meter-Marke zu fliegen. Da wird die Motivation sehr hoch sein", betonte der Bundestrainer.

Vikersund 2025/2026

1NorwegenEirin Kvandal425.90
2SchwedenFrida Westman420.50
3SlowenienNika Prevc411.30
4SlowenienNika Vodan404.90
5NorwegenAnna Odine Strøm390.40

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