Nächstes Karriereende im Biathlon: Die Österreicherin Lisa Hauser macht nach der Saison ebenfalls Schluss.
"Das war keine Entscheidung, die von heute auf morgen gefallen ist, denn der Biathlonsport war über viele Jahre hinweg ein großer Bestandteil meines Lebens. Es hat in den letzten Jahren aber einfach sehr viel Energie gekostet, mit dem Stress und dem Druck umzugehen und in den Rennen dann auch abliefern zu können", wird Hauser vom österreichischen Skiverband zitiert.
Die 32-Jährige führte aus: "Nichtsdestotrotz habe ich den Sport immer extrem gerne gemacht und habe dafür auch gerne auf viele Dinge verzichtet. In letzter Zeit habe ich aber gemerkt, dass sich die Prioritäten in meinem Leben einfach ein bisschen verschoben haben. Der Sport ist nicht mehr das Wichtigste für mich und der Zeitpunkt ist gekommen, um ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen."
Hauser rangiert im Biathlon-Weltcup als beste Österreicherin aktuell auf dem 18. Platz. Am Wochenende steigt das Saisonfinale in Oslo. Hauser wird sich dann vom aktiven Leistungssport verabschieden.
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"Ich durfte in meiner Karriere viele tolle und emotionale Momente erleben, mit vielen Höhen und Tiefen. Ich kann auf so viele schöne Erinnerungen zurückblicken, die ich gemeinsam mit Trainern, Teamkolleginnen und dem Betreuerteam erleben durfte", meinte die Skijägerin.
"Absolute Vorreiterin" im Biathlon
Hausers größer Erfolg ist der Weltmeistertitel im Massenstart 2021. Im selben Winter gewann die Österreicherin auch den Einzelweltcup.
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"Lisa Hauser hat sehr viel für den heimischen Biathlonsport geleistet und war in Österreich eine absolute Vorreiterin in ihrer Disziplin. Mit ihren Erfolgen trug sie maßgeblich dazu bei, dass das heimische Damenteam heute in der Weltspitze etabliert ist und war für viele junge Biathletinnen auf und abseits der Loipe jahrelang ein großes Vorbild", äußerte sich ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher.
Bei den Olympischen Winterspielen hatten sich bereits Franziska Preuß und Dorothea Wierer in die Biathlon-Rente verabschiedet. Zuletzt verkündeten Tereza Vinklárková und Oskar Ohlsson ihren Rücktritt.


