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sport.de-Kolumne des DSV-Skijägers

Strelow betreibt Ursachenforschung nach Comeback

Justus Strelow will die Biathlon-Saison erfolgreich abschließen
Justus Strelow will die Biathlon-Saison erfolgreich abschließen
Foto: © IMAGO/Roman Koksarov
18. März 2026, 19:36

Die Biathlon-Saison endet am Wochenende im norwegischen Oslo. DSV-Skijäger Justus Strelow hofft auf einen versöhnlichen Abschluss, wie er in seiner Kolumne für sport.de schildert.

Mit gemischten Gefühlen bin ich am Montag aus Otepää in Richtung Oslo weitergereist. Einerseits war es erfreulich, nach meiner Verletzungspause überhaupt wieder Rennen im Weltcup laufen zu können. Andererseits bewerte ich meine Leistungen in Estland bloß als durchwachsen.

Mit der Verfolgung kann ich mich zwar anfreunden. In der Single Mixed Staffel am Sonntag habe ich aber vor allem im Liegendschießen ungewohnte Schwächen offenbart, die ich gar nicht allein auf den starken Wind während des Wettkampfs schieben möchte.

Ursachenforschung betreibe ich stattdessen bei mir selbst: Ich meine, dass mir in der typischen Hektik der Single Mixed-Staffel die zurückliegende Pause anzumerken gewesen ist und mir ohne Wettkampfpraxis die nötige Abgeklärtheit gefehlt hat, die mich gewöhnlich auszeichnet.

Am kleinen Flughafen in Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands, hatte der Weltverband IBU am Mittag einen Charterflug für den internationalen Biathlon-Tross bereitgestellt.

Von den Pflichten im Umgang mit meiner Waffe, hat mich dieser Komfort aber keineswegs entbunden. Wie üblich, wenn wir mit dem Flieger auf Reisen sind, gelten strenge Bestimmungen: Die Polizei am Flughafen versiegelte meinen Gewehrkoffer, der ohnehin mit einem Schloss versehen ist, noch mit einem zusätzlichen Aufkleber. Und während mit der Waffenbesitzkarte bloß in Deutschland etwas anzufangen ist, benötige ich auf internationalen Reisen den sogenannten europäischen Feuerwaffenpass, eine Art Reiseausweis meines Gewehrs. Nach der planmäßigen Landung am Flughafen in Oslo konnte ich meine außergewöhnliche Fracht dann am Sperrgepäckschalter gegen Vorlage meiner Dokumente wieder entgegennehmen.

Während meine Team-Kollegen sich dann bereits auf das letzte Stück unserer Reise machten, wartete ich am Flughafen noch kurze Zeit auf eine Maschine aus Deutschland. Schon wenig später konnte ich meine Frau Elli und meinen Sohn Karl am Gate in die Arme schließen, die mich zum Saisonfinale am legendären Holmenkollen begleiten. Gemeinsam haben wir uns über das Internet eine Ferienwohnung gemietet, fußläufig gelegen vom Teamhotel des DSV.

Wie schon beim One Festival in München, den Deutschen Meisterschaften am Arber oder im Trainingslager vor der Saison im schwedischen Idre soll mir die Nähe meiner Familie zusätzliche Energie verleihen: Vor allem im Stehendanschlag war ich nur bei wenigen Starts in dieser Saison zufrieden. Besonders hier erhoffe ich mir in Oslo einen versöhnlichen Abschluss des Wettkampfjahres 2025/26

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