Ferrari kommt bei den neuen Starts in der Formel 1 deutlich am schnellsten aus dem Grid. Rufe nach weiteren Änderungen werden laut. Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur sieht das aber ganz anders und macht eine Ansage an die Konkurrenz.
Das Markenzeichen der neuen Ferrari-Wagen 2026 ist der Blitz-Start. Sowohl in Australien als auch in China stürmten Charles Leclerc bzw. Lewis Hamilton vorübergehend an die Spitze.
Wegen der neuen Motoren hat sich der Startprozess in diesem Jahr verändert und kompliziert. Durch den Wegfall der MGU-H müssen die Fahrer vor dem Start den Turbo aufbauen und die Drehzahl erhöhen. Ferrari hat augenscheinlich die beste Lösung dafür gefunden. Inzwischen wurde eine Fünf-Sekunden-Regel eingeführt. Alle Startlicher blinken für fünf Sekunden blau.
Zuletzt sprach sich Mercedes-Star George Russell für weitere Regelanpassungen aus. Er deutete an, dass die Scuderia sich egoistisch verhalte.
Nach dem Shanghai-Rennen, bei dem Hamilton bereits in der ersten Kurve vom dritten auf den ersten Platz sprang und die Mercedes-Piloten einkassierte, erklärte Vasseur, er habe das Gefühl, dass Ferrari in diesem Bereich bereits genügend Kompromisse eingegangen sei.
Ferrari-Teamchef will keine weiteren Kompromisse eingehen
"Wir haben die Startregel mit der Fünf-Sekunden-Regelung bereits grundlegend geändert", sagte der Ferrari-Teamchef deutlich.
"Vor einem Jahr war ich bei der FIA. Ich habe beim Startverfahren das Wort ergriffen und gesagt: 'Leute, das wird schwierig.' Die Antwort war eindeutig: Wir müssen das Auto so konstruieren, dass es den Vorschriften entspricht, und nicht die Vorschriften so ändern, dass sie zum Auto passen", erläuterte der Franzose.
"Wir haben das Auto gemäß den Vorschriften konstruiert. Die Änderung der Fünf-Sekunden-Regel und die Sache mit dem blauen Licht haben uns überhaupt nicht geholfen, aber ich denke, irgendwann ist genug genug", so Vasseur weiter.
Für ihn sei diese Angelegenheit damit abgeschlossen.


