Ferrari präsentiert sich in den ersten Formel-1-Rennen 2026 deutlich verbessert, beim China-GP begeistert das rote Duell zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc die Zuschauer. Ein Experte hat trotzdem was zu meckern.
Rundenlanges Racing, Rad-an-Rad-Duelle, Positionswechsel: Lewis Hamilton und Charles Leclerc lieferten beim Großen Preis von China das, was Formel-1-Fans sehen wollen.
Am Ende hatte Hamilton das bessere Ende für sich, fuhr in Shanghai hinter den dominierenden Silberpfeilen von Mercedes als Dritter sein erstes Podest mit Ferrari ein.
Dass Ferrari seinen Piloten ein derart aggressives Racing erlaubte, findet Jacques Villeneuve allerdings unverständlich. "Am Ende war es in Ordnung, aber es war ein bisschen extrem, und es hat Ferraris Rennen zerstört", kritisierte der Weltmeister von 1997 bei "Sky Sports F1": "Sie lagen auf Platz zwei und drei. Dann haben sie so hart gekämpft, dass sie ihre Reifen zerstört haben. Und in diesen zwei Runden haben sie fünf Sekunden auf Antonelli verloren."
Formel 1: Villeneuve warnt Ferrari vor zu viel Racing
Geht es nach Villeneuve, sollte die Scuderia ein Schauspiel wie in China nicht mehr allzu oft zulassen. "Irgendwann, wenn sie sich weiterhin auf diese Weise gegenseitig Rundenzeit wegnehmen, wird das Mercedes ermöglichen, davonzuziehen", warnte der Kanadier.
Ob Ferrari durch eine klare Ansage vom Kommandostand ein besseres Ergebnis als die Plätze drei und vier erzielt hätte, steht freilich in den Sternen - dafür war Mercedes einfach zu stark, Hamilton hatte im Ziel 25 Sekunden Rückstand, Leclerc 28.
Deutlich positiver als Villeneuve äußerte sich RTL-Experte Christian Danner zum Ferrari- und Hamilton-Aufschwung: "Grundsätzlich ist es natürlich herrlich, Ferrari da vorne mitmischen zu sehen", sagte Danner im Interview mit RTL/ntv und sport.de. "Und eigentlich noch besser, dass beide Piloten zumindest in China auf Augenhöhe gefahren sind. Das ist doch herrlich! Wer möchte nicht Ferrari vorne sehen?"


