Was für ein Hin und Her! Der Norweger Einar Hedegart begann seine Profisport-Karriere einst als Langläufer, wechselte anschließend zum Biathlon, war zwischenzeitlich zweigleisig unterwegs, legte sich dann auf den Biathlon-Sport fest, nur um zuletzt doch wieder im Langlauf-Weltcup anzutreten. Und die nächste Kehrtwende könnte schon bald folgen.
Wie Einar Hedegart im Interview mit der Tageszeitung "Verdens Gang" nun nämlich klarstellte, ist er mehr als offen für eine Rückkehr zum Biathlon im kommenden Winter.
"Ich hoffe auf zwei Anrufe. Allerdings muss ich vorher noch ein bisschen Lobby-Arbeit leisten. Sollte ich für einen Platz in der Biathlon-Nationalmannschaft angefragt werden, worüber zuletzt ja viel geschrieben wurde - also einen zusätzlichen Platz als siebter Mann –, dann wäre das ein Traum", betonte der 24-Jährige.
Und wenn dieser erste Anruf ausbleibt? "Dann starte ich vielleicht im Skilanglauf. Dann sehen wir weiter, in welchem Team ich lande. Aber ich bin zuversichtlich, dass es nach so einer Saison in einer der Sportarten ein Nationalteam (für mich) geben wird", hob Hedegart hervor.
Worauf er anspielte: Bei den Olympischen Winterspielen in Val di Fiemme holte der Norweger Gold im Teamsprint und in der Staffel, hinzu kam Bronze über die 10 km Freistil. Auch mehrere Weltcup-Siege gelangen ihm.
Bö soll Hedegart zum Biathlon-Comeback verhelfen
Dennoch träumt Hedegart von einer Rückkehr zum Biathlon, wo ihm in der Vergangenheit seine durchwachsenen Schießleistungen den Weg nach ganz oben verwehrt hatten.
Um trotzdem eine neue Chance bei den Skijägern zu erhalten, hofft Hedegart auf prominente Unterstützung: Kein Geringerer als Johannes Thingnes Bö soll ein gutes Wort für ihn einlegen.
"Ich habe Kontakt mit Johannes aufgenommen. Wir werden sehen, wie viel Einfluss er tatsächlich hat. Er hatte direkten Kontakt zum Biathlonverband", verriet Hedegart. Der einstige Dominator des Sports betreibe für ihn "Lobby-Arbeit".
Seine Entscheidung für eine der Sportarten will Hedegart nun noch ein wenig hinauszögern. "Wir warten ab, wer sich zuerst meldet", sagte er.

