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Funktionär vermisst "Sinn und Logik"

Scharfe Kritik an Kontrollen im Skispringen: "Eine Farce"

Die von Mathias Hafele durchgeführten Materialkontrollen im Skispringen sorgen weiter für Diskussionen.
Die von Mathias Hafele durchgeführten Materialkontrollen im Skispringen sorgen weiter für Diskussionen.
Foto: © IMAGO/Ulrich Wagner
18. März 2026, 10:38
sport.de
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Mit der illegalen Manipulation ihrer Anzüge sorgten die Norweger bei der Heim-WM 2025 in Trondheim für einen Mega-Skandal, der die Skisprung-Welt nachhaltig prägen sollte. Die FIS hat die Kontrollen deutlich verstärkt, selbst kleinste Vergehen führen zu Disqualifikation. Für Rafal Kot, Funktionär des Polnischen Skiverbandes (PZN), gehen die Veränderungen zu weit.

Die FIS-Kontrollen machen den Wettbewerb "tatsächlich fairer", gesteht der Pole im Gespräch mit "WP SportoweFakty", betont aber auch: "Für die Springer selbst ist das ganze Prozedere aber inzwischen eine Farce. Wie oft müssen sie diese Kontrolle durchlaufen, wie sollen sie sich verhalten, was dürfen sie und was nicht?" Die Verhältnismäßigkeit sei nicht mehr gegeben, findet Kot.

"Jeder Skispringer darf eine begrenzte Anzahl von Anzügen verwenden. An einem Tag springt ein Athlet und alles ist in Ordnung, am nächsten Tag wird er im selben Outfit disqualifiziert. Wo bleibt da Sinn und Logik? Hier gibt es auf jeden Fall einen gewisse Nachholbedarf. Es ist ein bisschen wie eine Tragikomödie", kritisierte der PZN-Funktionär die von der FIS geschaffenen Regeln.

Skispringen: Disqualifikation von Domen Wirbel sorgte für Wirbel

Die Diskussion um die Materialkontrollen, die seit Saisonbeginn in die Zuständigkeit von FIS-Chefkontrolleur Mathias Hafele fallen, sorgen seit Wochen für Aufsehen. Zuletzt hatte Sloweniens Cheftrainer Robert Hrgota den Vorwurf erhoben, Domen Prevc erfahre bei den Wettbewerben eine negative Sonderbehandlungen durch die FIS.

Den Ex-Springer hatte die Prevc-Disqualifikation in Lahti auf die Palme gebracht. "100 Gramm! Schade, dass so etwas im Sport passiert", polterte der Ex-Skispringer. "Ich würde es verstehen, wenn sie die ganze Saison über bei allen Wettkämpfern so streng wären. Dann würde ich das akzeptieren", so Hrgota weiter. Das sei allerdings nicht der Fall.

Die ständigen Kontrollen bei Prevc seien "fragwürdig", kritisierte der Trainer. "Ich verstehe, dass Domen als bester Springer nach jeder Serie kontrolliert wird, aber bei so vielen Kontrollen wird früher oder später etwas gefunden werden. Alle Wettkämpfer sind am Limit. Domen wird so oft kontrolliert wie manche Nationalmannschaft insgesamt. Sie suchen und suchen und suchen. Ich hoffe, sie sind jetzt zufrieden, weil sie endlich etwas gefunden haben."

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