Aston Martin gibt in den ersten Wochen der neuen Formel-1-Saison ein jämmerliches Bild ab. Dazu passt auch, dass Teamchef Adrian Newey beim jüngsten Rennen in China nicht mal vor Ort war. Seine Abwesenheit löste einige Spekulationen aus. Mittlerweile hat das Team aufgeklärt, was genau dahinter steckte.
Dass ein Teamchef bei einem Formel-1-Rennen nicht vor Ort ist, kommt durchaus mal vor, ist aber dennoch eher ungewöhnlich. Vor allem, wenn die sportliche Lage so dramatisch schlecht ist, wie bei Aston Martin in diesen Tagen. Umso größer war das Stirnrunzeln, als bekannt wurde, dass Adrian Newey beim Großen Preis von China nicht in der Boxengasse sein würde.
Mike Krack, Aston Martins Chief Trackside Officer, klärte das Rätsel um den "verschwundenen" Newey in Shanghai auf. Seiner Aussage zufolge war das Fehlen des Hauptverantwortlichen von Anfang an geplant.
Newey fehlt: Für Crack kein Problem
Es sei "immer klar" gewesen, dass Newey nicht bei allen Rennen anwesend sein würde, sagte Krack gegenüber Medienvertretern. "Es gibt einen Plan, wann er kommen wird und wann nicht. Und das haben wir nicht geändert", versicherte der ehemalige Teamchef des Rennstalls.
Auf Nachfrage, ob Newey in dieser Saison noch weitere Rennen verpassen wird, gab sich Krack angesichts des vorher von ihm erwähnten Plans überraschend ahnungslos. "Ich müsste mir den Plan jetzt anschauen, aber es war immer klar, dass Adrian nicht bei allen Rennen vor Ort sein wird", sagte er ausweichend. Laut Crack ist das auch gar kein Problem: "Mit der modernen Kommunikation heutzutage spielt es keine Rolle, wo die Leute sitzen."
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Außer Frage steht jedoch, dass Neweys Fehlen in Shanghai kein gutes Licht auf ihn und Aston Martin geworfen hat. Vor allem, da sich das Team in seiner wohl größten Krise seit dem Einstieg in die Formel 1 befindet. Der eigene Wagen ist derzeit nicht mal in der Lage, ein Rennen zu beenden. Auch Newey gibt in dem ganzen Schauspiel keine gute Figur ab. Erste Gerüchte über seine Ablösung kursieren bereits.





