Durch eine ganz schwache Vorstellung im Heimspiel gegen Mainz 05 hat Werder Bremen die zuvor hart erarbeitete Aufbruchstimmung in und um den Verein zerstört. Die Abstiegszone ist weiterhin ganz nah für die Grün-Weißen, die ein knüppelhartes Restprogramm vor sich haben. Ein Medienbericht stellt nun die Einstellung der Mannschaft in Frage.
Nur ein Punkt trennt Werder Bremen nach 26 Spieltagen vom Relegationsplatz, vier Zähler sind es zum kommenden Gegner VfL Wolfsburg auf Rang 17. Keine Frage, die Hanseaten stehen gewaltig unter Druck.
Zumal im Saisonendspurt mit Ausnahme des FC Bayern noch alle Top-5-Teams der Bundesliga auf den SVW warten. Der dritte Abstieg der Klubgeschichte droht mehr denn je.
Dabei hatte es nach den beiden Siegen gegen den 1. FC Heidenheim (2:0) und Union Berlin (4:1) so ausgesehen, als hätten die Bremer das Ruder gerade noch rechtzeitig herumgerissen. Doch gegen Mainz (0:2) verfiel Werder wieder in alte Muster.
Deshalb stellt die "Sport Bild" die Einstellung der Mannschaft in Frage, die pomadige Vorstellung im Kellerduell lasse vermuten, dass der Gegner, der erst wenige Tage zuvor in der Conference League ranmusste und dementsprechend müde hätte sein können, unterschätzt wurde.
Trainer Daniel Thioune konstatierte im Nachgang: "Es hat wohl alle Beteiligten überrascht, dass wir das, was wir uns in den Wochen zuvor aufgebaut haben, wieder umgeschmissen haben. Selbstverschuldet."
Hat Werder Bremen ein Problem mit der Mentalität?
In der Tat hatten gleich mehrere Führungsspieler einen gebrauchten Tag erwischt, zu allem Überfluss kassierte Jens Stage, als Mittelfeldmann gefährlichster Bremer in dieser Saison, auch noch seine fünfte Gelbe Karte und fehlt somit gegen Wolfsburg.
Im Duell mit den Niedersachsen dürfte die von der "Sport Bild" angezweifelte Mentalität eine besonders wichtige Rolle spielen. Die Wölfe haben gerade erst den Coach gewechselt, Dieter Hecking wurde als Retter installiert. Beim 1:1 in Hoffenheim sendete der VfL ein erstes Lebenszeichen.
Durch einen Sieg gegen den SVW könnte der Abstand auf einen Punkt verkürzt werden - und Bremen erneut am Abgrund stehen.




























