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Nach Abschied von Cheftrainerin

Biathlon-Boss schlägt Alarm: "Können nicht so weitermachen"

Dem Schweizer Biathlon stehen Veränderungen ins Haus
Dem Schweizer Biathlon stehen Veränderungen ins Haus
Foto: © IMAGO
18. März 2026, 08:19
sport.de
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Während die Entwicklung des Schweizer Biathlons in den vergangenen Jahren stetig in die richtige Richtung ging, ist die laufende Saison ein kleiner Rückschritt. Während die Damen dank Amy Baserga und Lea Meier zuletzt immerhin zwei Top-15-Ergebnisse im Weltcup feiern konnten, ist bei den Männern nur Joscha Burkhalter in der erweiterten Weltspitze vertreten. Das hat Veränderungen zur Folge.

"Wir werden jeden Stein umdrehen", kündigte Jürg Capol, der Nordisch-Direktor von Swiss-Ski gegenüber dem "Blick" an. Eine erste Folge hatte das durchwachsene Abschneiden bereits: Wie der Verband am Montag offiziell bekanntgab, wird Cheftrainerin Sandra Flunger das Team nach insgesamt acht Jahren verlassen und einen anderen Job annehmen. 

Unter der Österreicherin feierte der Schweizer Biathlonverband unzählige Meilensteine. Geholt wurde unter ihrer Leitung unter anderem der erste Weltcup-Podestplatz in einem Frauen-Staffelrennen, der erste Weltcup-Sieg einer Schweizer Mixed-Staffel und nach einer langen Pause auch Weltcup-Siege in Einzelrennen. In der Nationenwertung kletterte die Schweiz während ihrer Amtszeit von Platz neun auf Platz fünf. 

Biathlon: Schweiz plant "fundierte Analyse"

Doch nun müssen neue Impulse her. "Es ist nun ganz wichtig, dass wir eine fundierte Analyse machen und uns neu fokussieren – mit einem neuen, großen Ziel vor Augen. Und das sind die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen", richtete der Capol den Blick nach der wichtigen Weichenstellung in die Zukunft. 

Man müsse sich auch unangenehme Fragen stellen, so der 60-Jährige: "Wer hilft uns hierfür am meisten? Wo sind unsere Defizite?" Fest stehe bislang nur: "Wir können nicht so weitermachen wie bislang", stellte der Biathlon-Boss des Schweizer Verbandes klar. Ein eigenes Bild vom Zustand des Teams will sich Capol beim Saisonabschluss am Holmenkollen machen.

Dass nach der Flunger-Trennung noch weitere Personalwechsel erfolgen werden, ist nach "Blick"-Informationen wahrscheinlich. Wer das Amt der Österreicherin, die beim Schweizer Verband zunächst die Frauen-Mannschaft betreute und seit 2024 Cheftrainerin beider Mannschaften war, übernimmt, ist noch offen.

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