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"Bin der Überzeugung, dass ..."

Historische Nullnummer? Biathlon-Ikone Disl bezieht Stellung

Uschi Disl setzt auf die Entwicklung der deutschen Biathlon-Talente
Uschi Disl setzt auf die Entwicklung der deutschen Biathlon-Talente
Foto: © EIBNER/Joachim Hahne via www.imago-images.de
17. März 2026, 13:07
sport.de
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Erstmals in der Geschichte des Biathlon-Weltcups könnte sich das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) ohne einen einzigen Sieg in die Sommerpause verabschieden. Biathlon-Ikone Uschi Disl ist vor der letzten Chance beim Saisonfinale in Oslo aber nicht angst und bange um die Zukunft der deutschen Skijäger.

Die ehemalige Weltklasse-Biathletin Uschi Disl glaubt fest daran, dass DSV die richtigen Schlüsse aus dem enttäuschenden Winter ziehen wird.

"Ich bin der Überzeugung, dass über eine solide, ehrliche und offene Aufarbeitung der Saison, eher mindestens zwei Saisons, das deutsche Biathlon wieder erfolgreich sein wird", sagte die 55-Jährige im Gespräch mit dem "SID".

Erstmals in der Weltcup-Historie droht der Biathlon-Auswahl des DSV eine Saison ohne einen Sieg. "Es war nicht die Saison der Deutschen", musste auch die zweifache Olympiasiegerin und achtfache Weltmeisterin einsehen: "Der Verband und jeder Athlet muss die Saison auswerten."

Disl setzt bei den deutschen Talenten auf "Zeit und Vertrauen"

Bei der Aufarbeitung der Saison müssten die Verantwortlichen gleich mehrere Fragen durchgehen, so Disl: "Gibt es strukturelle Gründe, sind es individuelle Ursachen? Wo bin ich besser geworden, wo habe ich mich verschlechtert, oder wo stagniere ich? Wurde genug trainiert, zu viel trainiert oder falsch? Muss man individueller auf die Athleten eingehen? Ist das Material immer in Ordnung? Wie arbeiten alle zusammen?"

Nach dem Wechsel von Sportdirektor Felix Bitterling zum Weltverband IBU wird zum 1. Mai Bernd Eisenbichler die Verantwortung übernehmen. 

Bei den deutschen Biathletinnen setzt Uschi Disl derweil auf "Zeit und Vertrauen" in die Zukunftshoffnungen Selina Grotian (21), Julia Tannheimer (20) und Marlene Fichtner (23). Bei den Männern könne man derweil "überlegen, ob genügend junge Athleten ihre Chancen erhalten. In Oslo dürfen sich neben Leonhard Pfund (22) nun auch Elias Seidl (21) und Franz Schaser (23) beweisen.

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