Der einstige Tennis-Profi und heutige -Trainer Marinko Matosevic ist nach etlichen Doping-Vergehen mit einer jahrelangen Sperre bedacht worden.
Wie die International Tennis Integrity Agency (ITIA) mitteilte wird der Australier nach mehreren Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für vier Jahre aus dem Verkehr gezogen.
Der frühere Weltranglisten-39. bestritt zunächst alle Vorwürfe, doch gab schlussendlich zu, Blutdoping betrieben zu haben. Ein unabhängiges Schiedsgericht stellte fünf Vergehen des 40-Jährigen zwischen 2018 und 2020 fest.
Dazu gehörten "die Anwendung einer verbotenen Methode durch Blutdoping und die Unterstützung eines anderen Spielers beim Blutdoping". Außerdem habe Matosevic "anderen Ratschläge gegeben, wie man positive Tests vermeiden kann", dazu "die verbotene Substanz Clenbuterol verwendet und besessen".
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Clenbuterol, ein Medikament zur Behandlung von Asthma und anderen Atemproblemen, wird teilweise von Bodybuildern und Sportlern als nicht zugelassener Leistungssteigerer missbraucht.
Tennis: Half der Trainer auch seinen Spielern beim Doping?
Matosevic ist bis 2030 von allen von der ITIA autorisierten Tennisveranstaltungen und -aktivitäten, etwa ATP- und WTA-Turnieren, ausgeschlossen.
Dem 40-Jährigen ist es somit ebenfalls untersagt, Spieler zu trainieren oder mit ihnen zu arbeiten. Bislang trainierte er die Australier Chris O'Connell (ATP-130.) und Jordan Thompson (ATP-121).
Hinweise darauf, dass auch die beiden Profis gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen haben, gibt es bisher jedoch nicht.
Zwischen 2003 und 2018 hatte Matosevic selbst aktiv auf der Tour gespielt und stand im Hauptfeld aller vier Grand-Slam-Turniere. Über die zweite Runde kam er dabei im Einzel allerdings nie hinaus.
Im Doppel hingegen schaffte er 2012 bei den US Open immerhin den Sprung in das Achtelfinale.


