Gibt es schon eine konkrete Vereinbarung für den langersehnten "Battle of Britain" zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua? Ein Bericht lässt aufhorchen, AJ-Promoter Eddie Hearn wird kurz darauf deutlich.
Die britischen Box-Fans wünschen sich den Giganten-Clash zwischen Anthony Joshua und Tyson Fury schon seit Jahren. Realität wurde er bisher nie.
Daher sorgte ein Bericht von "Talksport" für Aufsehen. In diesem hieß es, dass hinter den Kulissen bereits eine grundsätzliche Einigung über einen Kampf zwischen AJ und dem "Gypsy King" erzielt worden sei.
"Der Kampf zwischen Fury und Joshua ist unter Dach und Fach. Okay, hinter den Kulissen ist er unter Dach und Fach. Das weiß ich aus zuverlässiger Quelle", kabelte der Talksport-Journalist Gareth A Davies.
"Es geht um die Leute mit dem großen Geld. Er wird auf Netflix zu sehen sein. Es ist vereinbart. Sie arbeiten darauf hin, aber beide wollen den Kampf." Und weiter: "Er steht auf dem Plan und wird stattfinden."
Hearn weist Bericht als "völlig falsch" zurück
Ganz anders sieht das Joshua-Promoter Eddie Hearn. Der Brite widersprach dem Bericht deutlich und betonte, dass es keinen Vertrag gebe und es kaum Gespräche gegeben habe, seitdem Joshua eine Trainingspause eingelegt hat.
Entsprechender Bericht sei "völlig falsch", sagte er bei "The Stomping Ground". "Es gibt absolut keinen Vertrag mit Anthony Joshua für einen nächsten Kampf gegen Tyson Fury. Es wurde nichts vereinbart", sagte Hearn.
Bedeutet: Der Kampf liegt noch nicht auf dem Verhandlungstisch.
Hearn erklärte, dass vor Joshuas Autounfall in Lagos echte Gespräche stattgefunden hätten. Der Plan war zu diesem Zeitpunkt im Trainingslager klar: Zuerst sollte AJ gegen Jake Paul kämpfen, dann ein Comeback Anfang des Jahres hinlegen, anschließend Fury folgen. Dieser Plan wurde von der Trainingspause Joshuas durchkreuzt.
Kurz vor dem Jahreswechsel war der ehemalige Champion in einen Trainingsunfall in Nigeria involviert. Zwei Freunde und Betreuer starben.
Joshua legte infolgedessen eine Pause ein. Der 36-Jährige kehrt erst jetzt langsam ins Training zurück. Der körperliche Aufbau steht an erster Stelle. Momentan gebe es sogar "keine Garantie", dass AJ überhaupt wieder in den Ring steige, so Hearn.
Weiter ist da schon sein Rivale: Fury kehrt am 11. April im Tottenham Stadium von London gegen den Russen Mahkmudov nach anderthalbjähriger Ring-Pause zurück. Mit einem Sieg wäre zunächst der Weg für einen britischen Superkampf im Sommer um die WBO-Weltmeisterschaft gegen Fabio Wardley (kämpft im Mai gegen Daniel Dubois) frei. Fury träumt derweil auch schon von einem dritten Kampf gegen Dominator Oleksandr Usyk.
