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"Kernige Vorgaben"

Newey eine "Fehlbesetzung"? Danner erklärt das Problem

Video: F1-Aus von Verstappen? Das sagt Danner
17. März 2026, 17:32
sport.de
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Der Formel-1-Saisonauftakt von Aston Martin gerät zum Fiasko. Auch in China bremsen technische Probleme das Team massiv aus. Droht Design-Guru Adrian Newey Ungemach? RTL-Experte Christian Danner sieht nicht nur Honda in der Haftung. 

Die Probleme beim Formel-1-Team Aston Martin reißen nicht ab. Auch beim Großen Preis von China kassierte der Rennstall zwei Ausfälle und kämpfte weiter gegen heftige Vibrationen.

Altmeister Fernando Alonso musste sein Auto wegen zu starker Vibrationen abstellen. Zuvor hatte auch schon Stallkollege Lance Stroll aufgeben müssen.

Durch den massiven Fehlstart wirkt auch Teamchef Adrian Newey angezählt.

Der spanische TV-Journalist Antonio Lobato berichtete jüngst sogar, dass Aston Martin inzwischen auf der Suche nach einem Nachfolger für Newey als Teamchef sei.

"Bei Aston Martin fehlt es derzeit an Führung. Ich weiß ganz genau, dass sie nach einem neuen Teamchef suchen. Newey fungiert nicht als Teamchef. Tatsächlich sollte er auch nicht als Teamchef fungieren", sagte der Spanier.

Danner: "Nicht ganz allein ein Honda-Problem"

Formel-1-Experte Danner drückt im Interview mit RTL/ntv und sport.de auf die Kritik-Bremse. "Ich glaube nicht, dass man bei Adrian Newey von einer Fehlbesetzung reden kann." 

"Ich glaube, das Problem bei Aston Martin ist natürlich schon hauptsächlich ein Honda-Problem", erklärt der frühere F1-Pilot. Unter Umständen sei es aber "nicht ganz allein ein Honda-Problem", so Danner weiter. "Denn Aston Martin hat zum ersten Mal ein eigenes Getriebe gemacht. Aston Martin hat Honda schon kernige Vorgaben gemacht in Sachen Dimensionen und Packaging. Also: Wie kriegt man die Batterie und den Motor und alles, was dazu gehört, unter die Karosserie? Also, da gehören zwei dazu. Die müssen sich noch zusammenraufen", sagt Danner.

Aston Martins Motorenpartner Honda hat nach dem Großen Preis von China weitere Probleme eingeräumt, erklärte in Person von Chefingenieur Shintaro Orihara aber auch, etwas Positives aus dem Rennen mitnehmen zu können. 

"Mit dem Doppel-Ausfall heute können wir nicht zufrieden sein", wurde Orihara im Presse-Debrief Hondas zitiert. Gleichwohl sagte er: "Aber, wenn wir uns auf die positiven Dinge fokussieren, sind wir mehr Kilometer als in Melbourne gefahren, was ermutigend ist."

In der Tat waren es am Ende mehr Aston-Martin-Kilometer als in Australien, allerdings fuhren Fernando Alonso und Lance Stroll in Shanghai im Hauptrennen gerade einmal 41 von 112 angesetzten Runden. Der Spanier schied nach 32 Runden aus, sein kanadischer Teamkollege schon nach neun Runden. 

"Wir haben die Vibrationen verbessert, obwohl es für die Fahrer immer noch ein Problem ist", gab Orihara das Offensichtliche zu. Vom Rennen in China waren Cockpitaufnahmen von Alonso aufgetaucht, auf denen zu sehen ist, wie der zweimalige Weltmeister immer wieder beide Hände vom Lenkrad nimmt, um den starken Vibrationen zu entkommen. "Das ist einer der Schlüsselbereiche, die wir angehen müssen", so der Ingenieur. 

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team51
2ItalienKimi AntonelliMercedes AMG F1 Team47
3MonacoCharles LeclercFerrari34
4GroßbritannienLewis HamiltonFerrari33
5GroßbritannienOliver BearmanHaas F1 Team17

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