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"Nutzt das Geld nicht für sich selbst"

Manager verteidigt Pogacar nach scharfer Sponsoren-Kritik

Radsport-Superstar Tadej Pogacar stand für einen Sponsoren-Deal in der Kritik
Radsport-Superstar Tadej Pogacar stand für einen Sponsoren-Deal in der Kritik
Foto: © IMAGO/JASPER JACOBS
16. März 2026, 13:45
sport.de
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Ende Januar wurde bekannt, dass Radsport-Gigant Tadej Pogacar einen Sponsoring-Deal mit dem Krypto-Unternehmen "KuCoin" abgeschlossen hat. Eine Firma, die in der Vergangenheit mehrfach Ärger mit dem Gesetz hatte. Auf den Slowenen prasselte danach viel Kritik ein. Sein Manager Alex Carera hat dafür gar kein Verständnis.

Pogacar-Manager Alex Carera hat mit Unverständnis auf die Kritik reagiert, die sich der slowenische Radsport-Star im Zuge seines Sponsoring-Deals mit dem Krypto-Unternehmen "KuCoin" gefallen lassen musste.

"Viele, viele Krypto-Unternehmen sind als Sponsoren im Radsport und im Sport generell aktiv, im Fußball, in der NBA und jetzt eben im Radsport", sagte Carera im "Domestique Hotseat"-Podcast. Ein Problem sieht er darin nicht.

"Vor 20 oder 30 Jahren gab es viele Zigaretten-Firmen oder Alkohol-Marken als Sponsoren. Auch vor zehn Jahren gab es viele schlechte Unternehmen, vor fünf Jahren und jetzt gibt es sie", verteidigte er seinen Schützling. 

Radsport-Star behält Sponsoren-Geld nicht für sich

Auf den Deal eingelassen habe sich Pogacar auch gar nicht, um sich persönlich zu bereichern, sondern um etwas Gutes zu tun. "Wir haben dieses Sponsoring auch akzeptiert, weil er das Geld nicht für sich selbst nutzt, sondern um der nächsten Generation von Athleten zu helfen. Er hat das Geld dem Pogi Team gegeben", verwies Carera auf Pogacars eigenes Projekt, mit dem derzeit 200 Kinder an der Radsport herangeführt werden. "Er übernimmt alle Kosten und kauft Helme und Kleidung und gibt ihnen alles."

Einen weiteren Teil des Geldes hat Pogacar seinem Manager zufolge in die eigene Stiftung gesteckt, die er gemeinsam mit seiner Freundin Urška Žigart vor drei Jahren ins Leben rief. "Die Stiftung spendet das Geld einem Krankenhaus, das Menschen im Kampf gegen Krebs hilft", erklärte Carera dazu. 

Schwere Verfehlungen von Pogacar-Sponsor

Am "KuCoin"-Deal von Pogacar war vor allem deshalb Kritik laut geworden, weil das Unternehmen in seiner Vergangenheit mehrfach in Konflikt mit dem Gesetz stand. Es kam nicht nur zu Ermittlungen, sondern auch Verurteilungen. 

Allein 2025 haben sich zwei "KuCoin"-Gründer wegen Verstoßes gegen das Anti-Geldwäsche-Gesetz in den USA schuldig bekannt. Mit den US-Behörden einigte sich das Unternehmen letztlich auf eine Strafzahlung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar sowie den Rückzug vom amerikanischen Markt für zwei Jahre.

Schon 2023 war "KuCoin" im Bundesstaat New York zu einer Strafe von 22 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Weitere Gesetzesverstöße stellten zudem die Behörden in Kanada fest. Auch in Asien und Großbritannien löste "KuCoin" Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden aus. Eine weitere Spur führt zudem in den Iran, der mit Hilfe von "KuCoin" internationale Sanktionsmaßnahmen umgangen haben soll.

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