Zweitliga-Tabellenführer FC Schalke 04 gibt beim 2:2 gegen Hannover 96 eine 2:0-Führung aus der Hand - nachdem Stürmer-Star Edin Dzeko die Rote Karte kassiert. Trainer Miron Muslic sieht die Entscheidung kritisch.
"Das hat auf das Spiel natürlich einen brutalen Einfluss genommen, diese unglaublich harte Rote Karte gegen uns", sagte der S04-Coach über die umstrittene Szene in der 52. Minute, als Dzeko seinen Gegenspieler Husseyn Chakroun unbeabsichtigt mit dem Fuß auf Bauchhöhe traf.
"Wer Fußball gespielt hat, einen Ball über sich bekommt, versucht, aus der Drehung den Ball runter zu stoppen, weiß, dass man nicht unmittelbar den Gegner hinter einem sieht", meckerte Muslic.
Chakroun sei zwar "klar getroffen" worden, so Muslic weiter. Aber: "Kein einziger Spieler von Hannover 96 stürmt zum Schiedsrichter und verlangt Rot."
Dzeko musste den Platz dennoch verlassen. Adil Aouchiche fiel der folgenden taktischen Umstellung zum Opfer und wurde ausgewechselt. "Das sind zwei offensive Stützen", klagte Muslic. "Die ganzen Abläufe sind weg."
Er führte aus: "Mit einer Entscheidung wird nicht nur auf das heutige Spiel so massiv Einfluss genommen, auch auf das nächste."
Muslic betonte: "Für den Aufwand, den wir heute betrieben haben, für die Leistung, vor allem gegen so einen starken Gegner, haben wir heute nichts als den Dreier verdient. Aber so ist Fußball. Es fühlt sich brutal an."
FC Schalke 04: Auch Karaman findet Dzeko-Rot "zu hart"
Zunächst war es wieder einmal Dzeko, der S04 durch sein sechstes Tor im achten Spiel vermeintlich auf Kurs brachte (29.). Kenan Karaman erhöhte für die deutlich überlegenen Schalker (38.).
Dann kamen die Rote Karte, der Bruch im S04-Spiel - und zwei späte 96-Treffer durch Maik Nawrocki (82.) und Benedikt Pichler (90.+8). Enzo Leopold (81.) scheiterte zudem noch mit einem Strafstoß am Schalker Torwart Loris Karius.
"Mit der Roten Karte ändert sich das ganze Spiel", sagte Karaman nach dem Spiel bei "Sky". Schalkes Kapitän fand die Rote Karte "zu hart".
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Dzeko wird nun fehlen, wenn die Schalker am Samstag mit zwei Punkten Vorsprung im Topspiel beim direkten Verfolger Darmstadt 98 antreten.































