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"Immer wilder und unabsehbarer"

Raimund boykottiert Chaos-Springen in Oslo

Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund sprang in Oslo nicht
Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund sprang in Oslo nicht
Foto: © IMAGO/Petri Korteniemi
15. März 2026, 21:10
sport.de
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Olympiasieger Philipp Raimund hat beim chaotischen Skispringen am Holmenkollen am Sonntag seinen Sprung verweigert. Anschließend erklärte der 25-Jährige, wie es zu dieser Entscheidung kam.

"Ich habe den Wettkampf lange im Fernsehen angeschaut, es wurde immer wilder und unabsehbarer", sagte Raimund in der "ARD".

Als der wilde norwegische Wind zu einem Fast-Sturz bei DSV-Teamkollege Felix Hoffmann führte, sei es "eine schnelle Entscheidung" gewesen, schilderte Raimund, der seine Ski nahm, in den Aufzug stieg - und nicht von der Schanze ging.

"Ich springe aus Spaß und nicht, um mir Sorgen um meine Gesundheit machen zu müssen", betonte Raimund. "Ich habe mir gedacht: Also, Leute, ehrlich, ich sehe jetzt nicht, dass ich das unbedingt machen muss."

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Raimund hatte schon das ganze Wochenende mit der Schanze in Oslo gekämpft - und die Jury um Renndirektor Sandro Pertile und seinen Assistenten Borek Sedlak prügelte trotz der irregulären Bedingungen einen einen Durchgang durch und brach den Wettkampf erst kurz vor Beginn des Finals ab.

"Eigentlich geht es für mich um nichts mehr in dieser Saison. Und ich habe mich hier auf der Schanze auch nicht wohl gefühlt", sagte Raimund. "ich habe diese Saison alles erreicht, was ich erreichen will."

Skispringen: Das sagt Horngacher zu Raimunds Entscheidung

Zuspruch bekam er von Bundestrainer Stefan Horngacher: "Es war seine Entscheidung, das finde ich voll in Ordnung. Es ist für einen Sportler viel schwerer, runterzugehen als runterzuspringen. Respekt dafür."

Der - sportliche eigentlich wertlose Sieg - ging an den japanischen Außenseiter Tomofumi Naito vor dem Slowenen Anze Lanisek und Antti Aalto aus Finnland.

Die wichtigste Nachricht: Kein Springer verletzte sich im Wind-Chaos.

"Ich habe nicht ganz die Kontrolle verloren, aber der Ski hat schon gemacht, was er wollte. Ich bin froh, dass ich auf beiden Füßen ausgefahren bin", sagte Hoffmann mit Blick auf seine abenteuerliche Flugeinlage.

Oslo 2025/2026

1JapanTomofumi Naito128.70
2SlowenienAnze Lanisek128.60
3FinnlandAntti Aalto127.60
4JapanNaoki Nakamura125.20
5FinnlandNiko Kytösaho122.40

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