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"Noch nie gesehen!"

Biathlon-Rekordsieg unter verblüffenden Umständen

Am Schießstand hagelte es in der Verfolgung von Otepää Strafrunden
Am Schießstand hagelte es in der Verfolgung von Otepää Strafrunden
Foto: © IMAGO/Mauri Levandi
15. März 2026, 07:33
sport.de
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Die Männer-Verfolgung von Otepää wird zu einem der kuriosesten Rennen der Biathlonsaison 2025/26. Am Ende feiert der Norweger Sturla Holm Lægreid einen Sieg, der in die Geschichtsbücher eingeht. Ole Einar Bjørndalen bezeichnet das Schauspiel als "komplett verrückt".

Hohe Temperaturen, nasser Schnee und starker Wind haben die Männer-Verfolgung von Otepää zu einer Lotterie werden lassen. Den Jackpot knackte am Ende Sprint-Sieger Sturla Holm Lægreid, der am Schießstand 19 von 20 Versuchen traf und mit einem kaum vorstellbaren Vorsprung von 2:33,40 Minuten über die Linie kam. 

"Ein komplett verrücktes Rennen", staunte Legende Ole Einar Bjørndalen nicht schlecht über das, was er zuvor im "TV2"-Studio an der Strecke sah. 

Biathlon-Allzeit-Rekord fällt nicht

Der gigantische Vorsprung von Lægreid war in der Tat verrückt - und etwas, das es in der modernen Biathlon-Geschichte in einer Männer-Verfolgung bislang nicht gegeben hat. Die bisherige Bestmarke hielt ausgerechnet Bjørndalen, der seine Verfolger in Hochfilzen im Jahr 2006 um 2:08 Minuten distanzierte.

Den Allzeit-Rekord konnte Lægreid am Samstag übrigens nicht angreifen. Dieser wird weiterhin von der schwedischen Legende Magdalena Forsberg gehalten, die im Jahr 2001 die Verfolgung von Hochfilzen mit sage und schreibe 3:13 Minuten Vorsprung gewann. 

"So etwas habe ich noch nie gesehen"

Dass Lægreid überhaupt in der Lage war, sich so einen großen Vorsprung herauszulaufen, war der zweiten großen Geschichte des Rennens geschuldet: der Strafrunden-Flut. Die neun Skijäger auf den Plätzen zwei bis zehn schossen insgesamt 35 Strafrunden, im Schnitt also knapp vier pro Nase. 

"Die Strafrunde ist voll. So etwas habe ich noch nie gesehen", staunte unter anderem Tiril Eckhoff über das, was sich auf der Strecke abspielte. "Das war das härteste Rennen, das ich je gelaufen bin", stellte der drittplatzierte Martin Uldal hinterher fest. 

Cool blieb in dem ganzen Durcheinander nur einer: Lægreid. Wie er das geschafft hat? Kopfsache. "Wenn es etwas gibt, worin ich gut bin, ist es, meinen Fokus und meine Gedanken in der Reihe zu halten", sagte er über sein Erfolgsgeheimnis. 

Otepää 2025/2026

1NorwegenSturla Holm Laegreid34:41.00m
2FrankreichEmilien Jacquelin+2:33.40m
3NorwegenMartin Uldal+2:46.70m
4USACampbell Wright+2:49.00m
5SchwedenSebastian Samuelsson+2:52.40m

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