Die deutsche Langlauf-Staffel hat am vorletzten Tag der Paralympischen Spielen in Italien Silber gewonnen. In der Besetzung Theo Bold mit Guide Jakob Bold, Sebastian Marburger, Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann und Marco Maier kam das deutsche Quartett im offenen Wettbewerb über 4x2,5 km nur 5,4 Sekunden hinter Sieger China ins Ziel. Bronze ging an Norwegen.
Bis zum vierten Wechsel hatte Deutschland noch ganz knapp vor den Chinesen auf Goldkurs gelegen. Doch Maier, der wegen verkürzter Finger an der linken Hand nur mit einem Stock läuft, musste China, das mit einem sehbehinderten Athleten mit Begleitläufer auf Position vier ins Rennen gegangen war, auf der Schlussrunde ziehen lassen.
"Jeder von uns hat heute das Maximum rausgeholt, dass es zu Silber gereicht hat, ist sehr cool", sagte Kazmaier. "Vor allem im Team. Das hat nochmal einen anderen Stellenwert, wenn man zusammen eine Medaille gewinnt."
Schlussläufer Maier betonte: "Mit einem Stock mitzuhalten war schon sehr sehr gut. Ich konnte dann aber einfach nicht mehr dagegen halten. Aber ich bin trotzdem super glücklich. Wir haben unser Bestes gegeben."
Mixed-Staffel verpasst Podium knapp
Zuvor hatte Deutschland im Mixed-Wettbewerb mit Nico Messinger mit Guide Robin Wunderle, Anja Wicker, Leonie Walter mit Guide Christian Krasmann und Lennart Volkert mit Guide Nils Kolb das Podest knapp verpasst. Beim Sieg der USA fehlte dem deutschen Quartett als Vierter 13,9 Sekunden auf das Podium. Platz zwei ging an die Ukraine vor China.
"Enttäuschender vierter Platz. Wir haben uns schon eine Medaille erhofft. Aber wir müssen akzeptieren, dass die anderen ein Stück besser waren", bilanzierte Messinger im Ziel. Seine Teamkollegin Wicker sagte: "Bronze war definitiv das Ziel. Ich hätte uns allen noch eine Medaille gewünscht in der Staffel. Wir haben alles gegeben, und jeder war am Limit, aber die anderen waren heute besser."