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Wieder Drama um Para-Athletin Walter

Geteiltes Bronze für Deutschland und Tschechien
Geteiltes Bronze für Deutschland und Tschechien
Foto: © Martin Schutt/dpa
14. März 2026, 07:13

Para-Athletin Leonie Walter hat bei den Paralympischen Spielen erneut unfreiwillig ein Wechselbad der Gefühle erlebt.

"Es ist eine komische Situation. Das hatte ich bisher noch nie in meinem Leben, dass ich vor einer Jury aussagen musste. Und jetzt innerhalb von wenigen Tagen mehrfach. Irgendwie weiß ich nicht, ob ich zum Pechvogel geworden bin", sagte die 22-Jährige nach ihrer Bronzemedaille in der Sprint-Verfolgung im Para-Biathlon. 

Walter hatte nach ihrem Rennen lange um die Medaille bangen müssen. Wegen eines technischen Problems der Schießstand-Kopfhörer verlor die sehbehinderte Athletin viel Zeit und kam mit Guide Christian Krasmann zunächst als Fünfte ins Ziel. Nach einer Jury-Überprüfung erhielt sie eine Zeitgutschrift und rückte auf Rang drei vor. Doch es folgten mehrere Proteste und fast zwei Stunden später dann die Entscheidung: Es gibt Doppel-Bronze. 

Schon das zweite Drama für Walter

"Es war schon eine lange Wartepartie. Aber es ist eine schwierige Entscheidung. Keiner von uns Athleten konnte etwas für das nicht funktionierende System. Keiner weiß, wie der Wettkampf ausgegangen wäre, wenn das Problem nicht gewesen wäre", sagte Walter, die bei der Siegerehrung zusammen mit der als Dritte ins Ziel gekommenen Tschechien Simona Bubenickova auf einer Stufe über Bronze jubelte. 

Bereits im Klassik-Sprint hatte Walter ein Drama erlebt, nachdem ihr wegen eines Regelverstoßes ihres Begleitläufers in der Lauftechnik die Silbermedaille aberkannt worden war. "Der Fehler lag ja nicht direkt an mir. Auch heute lag es nicht an mir, sondern am System. Ich hatte keinen klaren Ton und den hätte auch kein anderer Athlet an dem Schießstand gehabt", sagte Walter auf ihre Serie als "Drama-Queen" angesprochen.

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