Das Albtraum-Jahr 2026 setzte sich die Schwedin Ella Halvarsson auch im Sprint von Otepää fort. Nach dem Rennen wurde die Biathletin von ihren Emotionen übermannt und brach in Tränen aus.
Die sportliche Krise der schwedischen Biathletin Ella Halvarsson setzte sich auch beim vorletzten Weltcup-Halt in Estland fort. Im Sprint am Freitag kam die 26-Jährige nach einer abermals enttäuschenden Vorstellung nur auf Platz 70 ins Ziel und verpasste damit sogar die Qualifikation für die Verfolgung. Drei Strafrunden und die nur 64. Laufzeit verhinderten ein besseres Ergebnis.
"Ich bin so enttäuscht. Es ist hart. Ich bekomme es überhaupt nicht hin. Auch heute ist nichts gut gelaufen", sagte Halvarsson nach dem Rennen am "SVT"-Mikrofon, während sie Tränen in den Augen hatte.
"Ich habe alles versucht. Ich habe meinen Trainingsplan geändert und auf Antworten gehofft, aber ich bekomme nichts zurück. Mein Körper fühlt sich schwach an", erklärte die 26-Jährige, bei der pünktlich zum Jahreswechsel aus unerklärlichen Gründen der sprichwörtliche Stecker gezogen wurde.
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Im ersten Trimester der Biathlonsaison war die Schwedin noch regelmäßig Gast in der Top 10. Doch seit Ruhpolding läuft für sie im Grunde alles schief. Ihre beste Platzierung holte sie noch im Massenstart von Kontiolahti, als sie 21. wurde (von 30 Starterinnen). In keinem anderen Rennen in diesem Jahr lief Halvarsson unter die besten 40.
"Vor Weihnachten habe ich mich stark gefühlt, jetzt ist es ein bisschen hoffnungslos", sagte sie resignierend. "Man hofft, dass ein gutes Rennen kommen wird, aber wenn es nicht kommt, ist es Enttäuschung nach Enttäuschung."
In der vergangenen Saison war Halvarsson noch die ganz große Überraschung im schwedischen Team. Für Furore sorgte sie vor allem bei der Weltmeisterschaft, bei der sie im Einzel sensationell und völlig überraschend zur Silbermedaille lief. Derartige Erfolg sind seit dem Jahreswechsel aber ganz weit weg.


