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Experte widerspricht Trainer-Kritik

Wirbel um Skisprung-Superstar Prevc: "Regel ist Regel"

Wurde in Lahti disqualifiziert: Domen Prevc
Wurde in Lahti disqualifiziert: Domen Prevc
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Michael Riedler
12. März 2026, 08:50
sport.de
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Um 100 Gramm war Skispringer Domen Prevc nach dem Weltcup-Wettkampf am Freitag in Lahti zu leicht - ein im Verhältnis zu seinem Körpergewicht um einen Zentimeter zu langer Ski kostete ihn einen weiteren Sieg. Die Disqualifikation des Superstars sorgt weiter für Diskussionen.

Vorwürfen von Sloweniens Cheftrainer Robert Hrgota, sein Schützling erfahre bei den Kontrollen eine negative Sonderbehandlungen durch die FIS, trat der frühere Skispringer Jakub Kot entgegen.

"Wichtig zu wissen ist, dass Körpergewicht, Anzugdurchlässigkeit und Kleidung nicht immer überprüft werden. Dafür reicht die Zeit nicht aus. Der Inspektor hat das Recht, jedes Element zu überprüfen, oder vielleicht auch nur eines. Manchmal gefällt ihm etwas am Anzug eines bestimmten Athleten nicht und er hat das Recht, dies fünf Mal hintereinander zu überprüfen", schilderte der Pole gegenüber "WP SportoweFakty".

Der neue FIS-Kontrolleur Mathias Hafele mache "einen wirklich guten Job", lobte Kot. Es sei zwar noch "nicht alles perfekt", Kot betonte aber, dass auch 100 Gramm zu wenig Gewicht ahndungswürdig seien. "Regel ist Regel", stellte der 36-Jährige klar.

Skispringen: Prev-Coach wegen Disqualifikation in Rage

Coach Hrgota hatte die Prevc-Disqualifikation in Lahti auf die Palme gebracht. "100 Gramm! Schade, dass so etwas im Sport passiert", polterte der Ex-Skispringer.

"Ich würde es verstehen, wenn sie die ganze Saison über bei allen Wettkämpfern so streng wären. Dann würde ich das akzeptieren", so Hrgota weiter. Das sei allerdings nicht der Fall.

Die ständigen Kontrollen bei Prevc seien "fragwürdig", kritisierte der Trainer. "Ich verstehe, dass Domen als bester Springer nach jeder Serie kontrolliert wird, aber bei so vielen Kontrollen wird früher oder später etwas gefunden werden. Alle Wettkämpfer sind am Limit. Domen wird so oft kontrolliert wie manche Nationalmannschaft insgesamt. Sie suchen und suchen und suchen. Ich hoffe, sie sind jetzt zufrieden, weil sie endlich etwas gefunden haben."

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