Deutschland hat einen neuen Biathlon-Boss. Wie der DSV am Mittwoch offiziell bekanntgab, wurde ein Nachfolger für den zum Weltverband IBU wechselnden Felix Bitterling gefunden. Die Wahl fiel auf einen alten Bekannten.
Wenige Tage vor dem Ende der Saison 2025/26 steht fest, wer künftig als Sportchef an der Spitze des deutschen Biathlon-Sports stehen wird. Wie der DSV offiziell verkündete, wird Bernd Eisenbichler die Nachfolge von Felix Bitterling antreten. Bitterling hatte schon vor Wochen seinen Abschied verkündet. Er wird ab der kommenden Saison für den Weltverband IBU arbeiten.
Eisenbichler ist im deutschen Biathlon-Sport ein alter Bekannter. Als Sportdirektor stand er bereits von 2019 bis 2022 an der Spitze. Nach der Saison 2021/22 gab er seinen Posten auf - nun kehrt der 50-Jährige zurück.
Eisenbichler freut sich auf Biathlon-Rückkehr
"Ich freue mich sehr darauf, wieder im Leistungssport tätig zu sein und gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten sowie den vielen engagierten Menschen im System Biathlon arbeiten zu dürfen", wird Eisenbichler in der Verbandsmitteilung zitiert. "Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Verbandes und darauf, die Verantwortung für diesen Bereich erneut übernehmen zu dürfen."
Eisenbichler arbeitete zuletzt in einer Führungsposition in der Sportartikelbranche. "Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt und in den vergangenen Jahren viel Vertrauen und Unterstützung von einem sehr engagierten Team erfahren. Umso dankbarer bin ich, dass mein Wunsch, noch einmal in den Leistungssport zurückzukehren, verständnisvoll begleitet wurde", sagte er über seinen Job, den er für den Biathlon-Sport wieder verlässt.
Bitterling fördert reibungslosen Übergang
Ein Austausch zwischen Bitterling und Eisenbichler hat bereits stattgefunden, um einen möglichst reibungslosen Übergang zu ermöglichen. "Wir haben uns mehrfach zusammengesetzt und über zentrale Themen gesprochen. Dabei zeigt sich, dass wir in der Analyse der vergangenen Jahre und insbesondere des zurückliegenden Winters in vielen Punkten eine ähnliche Einschätzung haben", so der neue starke Mann an der Spitze des zuletzt schwächelnden deutschen Biathlons.
Auch Bitterling lobte den Prozess in den vergangenen Wochen und erklärte: "Mir war wichtig, dass wir frühzeitig und offen darüber sprechen, wie sich der Biathlon-Bereich im DSV künftig aufstellen soll. Die Gespräche waren sehr sachlich und von dem gemeinsamen Interesse getragen, für den deutschen Biathlon eine gute Lösung zu finden. Mit Bernd übernimmt jemand die Verantwortung, der das System sehr gut kennt und gleichzeitig neue Impulse einbringen kann."
