Mit dieser Kehrtwende hatten die allerwenigsten gerechnet: Die Baltimore Ravens, die sich noch in der Vorwoche mit den Las Vegas Raiders über einen Wechsel von NFL-Superstar Maxx Crosby einig waren, zogen sich aus dem Trade doch noch zurück. Nun kamen die vermeintlichen Gründe ans Tageslicht.
Zumindest behauptet das Dianna Russini von "The Athletic". Die für gewöhnlich gut informierte NFL-Insiderin berichtet, dass die Teams die an Crosby interessiert waren - darunter dementsprechend auch die Ravens - sich im Vorfeld mit dem Arzt unterhalten hätten, der Crosby zu Beginn des Jahres am Knie operiert hatte. Zudem soll auch die medizinische Abteilung der Las Vegas Raiders in die Gespräche involviert gewesen sein.
Nun sollen die Ärzte der Ravens sich allerdings auch selbst ein Bild von den MRT-Aufnahmen gemacht haben. Sie seien sich einig gewesen sein, dass Crosbys kurzfristige Prognose positiv sei, doch bestanden laut Russini wohl Bedenken hinsichtlich des langfristigen Zustands seines Knies.
Diese Bedenken, gepaart mit dem hohen Risiko aufgrund des stolzen Preises von zwei Erstrundenpicks, sorgten bei den Ravens für ein Umdenken.
NFL: Crosby-Arzt meldet sich zu Wort
Der angesprochene Operateur, Dr. Neal ElAttrache zeigt dafür wenig Verständnis. "Maxx Crosby macht in der ersten Phase seiner Rehabilitation und Genesung nach einer Operation zur Behandlung eines schweren Meniskusrisses und der damit verbundenen Belastungsverletzung an Knochen und Knorpel in seinem Knie sehr gute Fortschritte. Er liegt mit seinem Programm im Zeitplan, fühlt sich sehr gut und hat sich im Vergleich zu vor der Operation bereits deutlich verbessert", betonte der Knie-Chirurg bei "ESPN".
"Wir haben großen Respekt vor der Arbeit, die die Mitarbeiter der Ravens mit Maxx im Hinblick auf die vertragliche ärztliche Untersuchung leisten", erklärte ElAttrache, fügte aber auch hinzu: "Der Zeitpunkt dieser Bewertung ist unglücklich, da das offensichtliche Risiko mit fortschreitender Genesung abnehmen wird und seine Rückkehr zu alter Leistungsfähigkeit in den nächsten Monaten immer deutlicher wird."





