Ex-Weltmeister Max Verstappen ist mit dem neuen Formel-1-Regelwerk unzufrieden. Gleichzeitig verkündet er eine Zusammenarbeit mit Mercedes beim 24-Stunden-Rennen. Sein früherer Red-Bull-Boss Helmut Marko erklärt im exklusiven Interview, wie er diese Situation einschätzt.
Max Verstappen steigt im Frühjahr in einen Mercedes. Zu Wochenbeginn gab er bekannt, beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring an den Start zu gehen.
Diese Ankündigung platzte mitten in seine harsche Kritik rund um die neue Wagengeneration und das neue Regelwerk der Formel 1.
"Also in seiner Situation hat er etwas getan, was für ihn am meisten Spaß macht. Das ist derzeit GT am Nürburgring. Er wird ein Rennen zwischen China und Japan bestreiten und das hat auch in der vergangenen Saison seine Stimmung und Motivation jeweils sehr, sehr positiv beeinflusst", sagte der langjährige Red-Bull-Berater Helmut Marko im exklusiven Interview mit RTL/ntv und sport.de.
Und wenn dann das Paket [Anm. d. Red.: in der F1] mehr Racing ist, dann kommt auch die Stimmung wieder. Momentan lässt er halt seinen Frust aus", so Marko weiter. Generell vertraue er auf die FIA, "dass die die nötigen Änderungen macht. Aber ganz so wie es war oder so wie es die richtigen Racer lieben, werden wir nicht hinkommen. Da müssen wir warten, bis das neue Motorenreglement kommt."
Mercedes kommt Verstappen entgegen
Und wieso die Zusammenarbeit mit Mercedes?
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Marko hat eine einfache Erklärung parat. "Die sind ihm in seinen Vorstellungen, wie er sich so einen Rennablauf und ein Renngeschehen vorstellt, am weitesten entgegengekommen", sagte der Grazer. "Und das passt ja gut zusammen. Das Auto war in der Vergangenheit erfolgreich. Ob dieses Modell für die 24 Stunden auch so geeignet ist, werden wir sehen", so Marko. "Aber er kann in der Entwicklung mitarbeiten und das ist auch etwas, was ihn sehr interessiert. Aber das zeigt diese Rivalität, die ist auf ein vernünftiges Ausmaß zurückgeschrumpft, wie es eigentlich sein soll. Und da gibt es keine Feindseligkeiten mehr."
Die Nordschleife am Nürburgring sei eine "einmalige Herausforderung" mit allen Schwierigkeiten, die eine Rennstrecke bieten kann. Das Gesamtpaket fasziniere den viermaligen Formel-1-Weltmeister, erklärt Marko.



